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Neueste Meldungen

Für die Erhaltung Frühgründerzeithaus Radetzkystraße 24-26, 20.06.2018

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Initiative Denkmalschutz: Für die Erhaltung des Frühgründerzeithauses Radetzkystraße 24-26 in Wien-Landstraße. Demo: Fr., 22.6., 18:30 Uhr

Überstürzte Demolierungsversuche wegen bevorstehender Novelle der Bauordnung für einen besseren Schutz für Wiener Altbauten?

1030 Wien

Wien (OTS) - Mit 1. Juli soll die Gesetzesnovelle zur neuen Bauordnung in Kraft treten, die erstmals einen Schutz auch für erhaltenswerte Altbauten außerhalb von Schutzzonen vorsieht (erbaut vor 1945). Im Weißgerberviertel im 3. Bezirk scheint sich nun die Lage bei einem solchen Bauwerk dramatisch zuzuspitzen. Das 1847-49 erbaute Frühgründerzeithaus mit seiner repräsentativen turmartigen Ecklösung zum Donaukanal zeichnet sich durch seine bemerkenswert frühe neogotische Formensprache aus (Stadtbaumeister Josef Kastan).

Jetzt hat der Eigentümer, obwohl sein Haus noch von zahlreichen Mietern (zum Teil mit unbefristeten Verträgen) bewohnt wird, bereits den Wohnungsinhabern des Nachbarhauses einen bevorstehenden Abriss angekündigt und stellt derzeit ein Baugerüst auf. Nun wird befürchtet, dass der Eigentümer schwer rückgängig zu machende Tatsachen schafft und vielleicht die Fassade am Eckturm demolieren will. Bewohner des Hauses haben jetzt eine Petition zur Rettung des Hauses eingereicht: www.wien.gv.at/petition/online

Demonstration Rettet das Frühgründerzeithaus Radetzkystraße

Datum: Freitag, 22.06.2018, 18:30 - 19:00 Uhr

Ort: Radetzkystraße 26, Ecke Dampfschiffstraße 18, 1030 Wien, Österreich

Url: https://www.wien.gv.at/petition/online/PetitionDetail.aspx?PetID=9cf3cb466f50481fbace26c9e3336037

Rückfragen & Kontakt:
Markus Landerer und Claus Süss
Initiative Denkmalschutz
mobil: 0699/1024 4216 und 0676/740 43 27
www.initiative-denkmalschutz.at

Foto: Erich J. Schimek für die Initiative Denkmalschutz

Original APA-OTS-Presseaussendung siehe: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180620_OTS0129


 

Gries am Brenner: Eigentümer will spätgotisches Haus retten, Bürgermeister fordert Abriss!

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Kuriosum zum Europäischen Kulturerbejahr 2018: Eigentümer will spätgotisches Haus retten, doch Tiroler Bürgermeister fordert Abriss!

Initiative Denkmalschutz fordert Land Tirol und den Bund auf zu vermitteln, um dem Eigentümer bei seinem vorbildlichen Einsatz für unser österreichisches Kulturerbe zu unterstützen

Gries am Brenner

Wien (OTS) - In der Gemeinde Gries am Brenner wurde nach einem Steinschlag 2011 ein großräumiges Sperrgebiet mit Betretungsverbot erlassen, darunter auch für das alte spätgotische Widum (Pfarrhaus). Ein Jahr später hat die Baubehörde sogar „Einsturzgefahr“ attestiert und wegen "Gefahr in Verzug“ einen Abbruchbescheid für das Widum erlassen, doch schien die Gemeinde jahrelang keine Eile mit der Umsetzung zu haben. Auch vom Betretungsverbot wurden vielfache Ausnahmen erlassen, nicht jedoch für den seit 2016 neuen Eigentümer des Widums im Ortsteil Lueg (Nr. 216), der es restaurieren will.

Mittlerweile hat das Bundesdenkmalamt das geschichtsträchtige, im Kern aus der Mitte des 15. Jh. stammende Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, doch Bürgermeister Karl Mühlsteiger (Offene Gemeindeliste) pocht weiterhin auf Abriss und hat beim Bundesverwaltungsgericht den Bescheid beeinsprucht, eine Entscheidung ist in Bälde zu erwarten.

Mehr Eigentümerwertschätzung statt Kulturvernichtungsförderung!

Österreich ist eines der letzten Europaratsmitglieder, das die „Konvention von Granada“ (1985) noch immer nicht ratifiziert hat, sodass Eigentümer ihre Denkmäler weitgehend konsequenzlos verfallen lassen dürfen. Umso schlimmer, wenn die Politik stattdessen engagierten Denkmaleigentümern Prügel vor die Füße wirft. Nach dem Abriss des kulturhistorisch bedeutenden, im Kern aus dem Mittelalter stammenden Gasthauses in Lueg (Nr. 210) vor wenigen Jahren, bleibt umso mehr zu hoffen, dass zumindest dieses Baujuwel gerettet wird. Bei gutem Willen aller Akteure sollte eine Lösung gefunden werden.

Foto: Initiative Denkmalschutz

Original APA-OTS-Pressemeldung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180606_OTS0012

Rückfragen & Kontakt:
Markus Landerer und Claus Süss
Initiative Denkmalschutz
mobil: 0699/1024 4216 und 0676/740 43 27
www.initiative-denkmalschutz.at


 

Kaumberg: Wieder historischer Gasthof vor Abriss ohne Bewilligung durch Denkmalamt? 29.12.2017

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Initiative Denkmalschutz: Wieder historischer Gasthof im Bezirk Lilienfeld vor Abriss? Wieder ohne Bewilligung durch Denkmalamt?

Bürgermeister von Kaumberg möchte Gasthaus "Goldener Hirsch" wegen "Gefahr im Verzug" abreißen!

Klosterneuburg Bereits 2011 wurde im politischen Bezirk Lilienfeld ein denkmalgeschützter historischer Gasthof wegen "Gefahr im Verzug" abgerissen ("Zum Schwarzen Adler", Gemeinde Türnitz), nun möchte auch der Kaumberger Bürgermeister Michael Wurmetzberger gleiches vollbringen und hat bereits einen Abrissbescheid ausgestellt.

Initiative Denkmalschutz attestiert Befangenheit in Gemeinde – Belohnung durch Vernachlässigung?

2005 hat die Gemeinde Kaumberg das ehemalige Gasthaus "Goldener Hirsch", zuletzt auch als "Gasthof Rohrer" bekannt, erworben. Seit 2006 steht der Gasthof unter Denkmalschutz. Die Gemeinde hat gemäß Niederösterreichischer Bauordnung (§ 34 Abs. 1) eine Erhaltungsverpflichtung (Vermeidung von Baugebrechen) sowie die Verpflichtung ggf. Baugebrechen zu beheben. Nun will der seit März amtierende Bürgermeister nach 12 jähriger Vernachlässigung und Ausbreitung von Schimmelpilz und Hausschwamm im Namen der Gemeinde "Tabula rasa" machen und den Abriss durchsetzen. Das Pikante daran: Der Bürgermeister hatte als Baubehörde I. Instanz 12 Jahre Zeit die Erhaltungsverpflichtung von seiner eigenen "Marktgemeinde Kaumberg" als Eigentümerin einzufordern. Jetzt möchte der neue Bürgermeister – trotz Denkmalschutz – den Abbruch durchsetzen. Hätte also der Bürgermeister nicht schon Jahre zuvor die Behebung der Baugebrechen des im Gemeindebesitz befindlichen Gasthauses einfordern müssen, bevor sich die Bausubstanz derart verschlechtert, dass sogar mittels "Gefahr im Verzug" argumentiert wird? Soll jetzt diese Vernachlässigung durch Zerstörung eines Denkmals "belohnt" werden? Die Initiative Denkmalschutz fordert daher die Gemeinde Kaumberg auf ihre eigene Verantwortung wahrzunehmen und das geschichtsträchtige Gebäude zu erhalten.

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Karolinenhof in Jedlesee: Herber Verlust für das Stadtbild, 24.08.2017

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Initiative Denkmalschutz: Herber Verlust für das Wiener Stadtbild
Der Karolinenhof in Floridsdorf soll abgerissen werden

Aus dem Abbruch des Hopf-Hauses in Kagran 2014 nichts gelernt? Die vielfachen Versäumnisse der Stadt Wien fordern ihr nächstes Opfer

1210 Wien

Die Wiener Bezirkszeitung berichtet in ihrer aktuellen Floridsdorf-Ausgabe (23.8.) über den bevorstehenden Abriss des 1913 erbauten Karolinenhofes in der Jedleseer Straße 75. Das markante Gründerzeitgebäude mit späthistoristischer Fassadengliederung sowie secessionistischen Stilanklängen (Ecke Bellgasse 39; Architekt: Franz Aubrecht) bildet gemeinsam mit dem gegenüber liegenden Karl-Seitz-Hof (bedeutender Gemeindebau der Zwischenkriegszeit) ein wertvolles Ensemble in Jedlesee. Laut Bezirkszeitung wurde der Karolinenhof jetzt verkauft und soll einem Neubau mit 44 Eigentumswohnungen weichen.

Initiative Denkmalschutz: x-tes Schutzzonenversäumnis der Stadt Wien

Zum x-ten Male und seit vielen Jahren muss unser Verein auf die vielerorts verschleppten Schutzzonenwidmungen verweisen, denn spätestens seit 1996 muss der Stadt Wien die Notwendigkeit großzügiger Schutzzonenerweiterungen bewusst sein. Damals wurde ein eigenes Schutzzonenmodell (MA 19) ausgearbeitet und der Bereich beim Karl-Seitz-Hof als "mit hoher Wahrscheinlichkeit" schutzzonenwürdig ausgewiesen. Die aktuell gültigen Flächenwidmungs- und Bebaungspläne sind zwar nach 1996 erstellt worden und besitzen trotzdem keine Schutzzonenwidmung, nämlich 1998 Plandokument 7071 für Karolinenhof und 2003 Plandokument 7582 für Karl-Seitz-Hof.

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Taborstraße 18: Das erste Grand Hotel Wiens darf nicht filetiert werden, 21.7.2017

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Initiative Denkmalschutz: „Das erste Grand Hotel Wiens darf vom Bundesdenkmalamt (BDA) nicht filetiert werden!“ (2., Taborstraße 18)

Für den von Ludwig Förster und Theophil Hansen 1848 erbauten herausragenden Markstein späterer Ringstraßenhotels ist eine Teilunterschutzstellung in potemkinscher Manier zu befürchten.

1020 Wien

Wien (OTS) - Zwischen Wiens allererstem Bahnhof und der Innenstadt entstand das wohl früheste Grand Hotel der Monarchie, eines oder das fortschrittlichste Hotel Europas, Orientierungsbau für spätere Ringstraßenhotels! Dachgarten mit Springbrunnen und Blick über Wien, Hebevorrichtung für Gäste - noch vor Erfindung des Aufzugs, Heiß- und Kaltluft mittles Dampfmaschine sowie Wasserklosetts boten Luxus pur.

Gesamterhalt statt denkmalpflegerische Bankrotterklärung

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder will sich um dieses Gebäude in der Leopoldstadt erweitern, was einer Zerstörung der einzigartigen Innenstruktur mit ihrem ungewöhnlichen Grundriss gleichkäme. In Bälde ist der Schutzbescheid des BDA zu erwarten, jedoch ist zu befürchten, dass wesentliche Teile des Baujuwels vom Schutz ausgenommen werden. Es wäre eine denkmalpflegerische Bankrotterklärung, wenn hier dem Druck von Politik und Eigentümer nachgegeben wird. Der Gesamterhalt wird auch von Denkmalexperten und Architekturhistorikern unterstützt.

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Abriss Gründerzeithaus Webergasse 13: Wann reagiert Politik endlich? 18.7.2017

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Initiative Denkmalschutz: Abriss Gründerzeithaus Webergasse im 20. Bezirk. Wann reagiert Stadt- und Bezirkspoltik endlich?

Laufend werden erhaltenswerte Altbauten in Wien abgerissen und die Entwicklung scheint sich zu beschleunigen

1200 Wien

Dieser Tage wird das Eckhaus Webergasse 13 / Denisgasse 1 in der Brigittenau abgerissen (Foto). Besonders tragisch: Das Gründerzeithaus wurde gemeinsam mit den Häusern Webergasse 9-11 1873 als Einheit erbaut (Fotomontage), das mittlere Gebäude (Nr. 11) wurde revitalisiert, doch jetzt fällt das am besten und am authentischsten erhaltene. Eine Bürgerinitiative hatte sich davor noch gebildet und unlängst gemeinsam vor Ort am 7. Juli Abschied genommen (https://www.facebook.com/AbrissverhindernWebergasse13 ).

Sogar Wallensteinstraße könnte größtenteils abgerissen werden - Neuwidmungen von Schutzzonen dringend erforderlich

Die letzte Neuwidmung rund um die Webergasse 13 und der Wallensteinstraße stammt aus dem Jahr 2004 (Plandokument 7263 und 7590), 1200 Wien Die letzte Neuwidmung rund um die Webergasse 13 und der Wallensteinstraße stammt aus dem Jahr 2004 (Plandokument 7263 und 7590), doch seit 1996 ist bekannt, dass das Gebiet rund um die Wallensteinstraße und deren Ausläufer mit "hoher Wahrscheinlichkeit" schutzwürdig ist (siehe MA 19 Plan: http://www.idms.at/images/IDMS/x_diverse/MA19-Schutzzone_Ausgangslage_1996.jpg ).

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Heumarkt: UNESCO-Welterbe Wien auf "Roter Liste" - Strafanzeige gegen 51 Gemeinderäte, 7.7.2017

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UNESCO-Welterbe Wien auf "Rote Liste": Strafanzeige gemäß § 302 StGB Dringender Verdacht auf Amtsmissbrauch gegen 51 Wiener Gemeinderäte

Initiative Denkmalschutz: List Rechtsanwalts GmbH reicht heute eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft ein

1010 Wien

Wien (OTS) - Gestern hat das Welterbekomitee in Krakau das Welterbe "Historisches Zentrum von Wien" auf die "Rote Liste" der gefährdeten Welterbestätten gesetzt. Die weitere Folge ist zweifellos die Aberkennung des Welterbeprädikats. Umso erstaunter musste daher die Öffentlichkeit am 1. Juni zur Kenntnis nehmen, dass 51 Gemeinderäte der SPÖ und Grünen für die Umwidmung des Heumarkt-Areals und somit quasi für die Aberkennung des Welterbeprädikats gestimmt haben. Die List Rechtsanwalts GmbH hat im Namen der Initiative Denkmalschutz die Gemeinderäte mehrmals darüber informiert, dass die Welterbekonvention in Österreich im Gesetzesrang steht (BGBl 60/1993) und die Stadt Wien verpflichtet ist, das Weltkulturerbe zu schützen, zu erhalten und an kommende Generationen weiterzugeben. Durch die Abstimmung am 1.6. hat die Mehrheit der Gemeinderäte diese eindeutigen Pflichten verletzt. Dadurch wurde das Recht der Republik Österreich auf Erhaltung des Welterbes in eklatanter Weise geschädigt. Führen hoheitliche Maßnahmen zur Beschädigung von denkmalgeschützten Gebäuden, so sieht der OGH das Delikt des Amtsmissbrauchs (§ 302 StGB) als erfüllt. Jetzt wird die Staatsanwaltschaft zu prüfen haben, ob das Welterbe, ähnlich wie Denkmäler, strafrechtlichem Schutz unterliegt.

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Heumarkt-Demo 30.5. anlässlich Gemeinderat am 1.6., 25.05.2017

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Aviso: Di., 30.5., Heumarkt-Demo anlässlich Wiener Gemeinderat am 1.6.: Für Welterbe und Rechtsstaatlichkeit, gegen Staatsvertragsbruch

Initiativen Stadtbild- und Denkmalschutz sowie Aktion 21

1010 Wien

Wien (OTS) - Am Donnerstag, 1. Juni tagt der Wiener Gemeinderat. Dieser will die Sportfläche des Eislaufvereines zum Teil in Bauland umwidmen. Diese von Maria Vassilakou forcierte Umwidmung würde zugunsten des Hedge Fonds Manager DDr. Michael Tojner erfolgen und die berühmte Sichtachse Belvedere-Innenstadt massiv schädigen.

Stopp Umwidmung bis Welterbe-Sitzung im Juli - Sonst wird es teuer

Wird die Widmung beschlossen, wird Wien auf die "Rote Liste" der gefährdeten Welterbestätten gesetzt, und nach Errichtung des 66 m Hochhauses der Welterbe-Titel aberkannt. Deswegen muss die vom 2.-12. Juli stattfindende Sitzung des Welterbekomitees der UNESCO in Krakau unbedingt abgewartet werden, da die UNESCO bis heute die Bestandshöhe des Hotel InterCont (ca. 40 m) als höchstzulässige Bauhöhe definiert hat. Ein voreiliger Gemeinderatsbeschluss brüskiert nicht nur die UNESCO, sondern kann - ob des dann erfolgten Rechtsanspruchs auf Konsumierung der Widmung - für die Stadt Wien sehr teuer kommen.

Heumarkt-Hochhausprojekt Demonstration: Für Weltkulturerbe und Rechtsstaatlichkeit - Gegen Bruch des UNESCO-Staatsvertrages

Vom Büro des Kulturministers, weiter zur Präsidentschaftskanzlei (Ballhausplatz), über Löwelstraße und Rathausplatz zum Rathaus.

Datum: 30.05.2017, 18:30 - 19:30 Uhr

Ort: Treffpunkt vor Büro des Bundesministers für Kultur, Mag. Thomas Drozda Minoritenplatz 3, 1010 Wien, Österreich

Url: www.stadtbildschutz.at
www.idms.at
www.aktion21.at

Rückfragen & Kontakt:
Herbert Rasinger, 0664/4197573, Initiative Stadtbildschutz
Markus Landerer, 0699/10244216, Initiative Denkmalschutz
Andrea Willson, 0699/18205372, Aktion 21 pro Bürgerbeteiligung

Originale APA-OTS-Presseaussendung: www.ots.at

 

Café-Restaurant "Schloss" Cobenzl: Originalsubstanz weitgehend unversehrt, 14.03.2017

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Initiative Denkmalschutz: Café-Restaurant "Schloss" Cobenzl muss erhalten bleiben. Originalsubstanz aus 1910 weitgehend unversehrt.

Intensive Recherchen zeigen Denkmalwürdigkeit Am Cobenzl

1190 Wien Wien (OTS) - Nach Räumungsbeginn des Cafe-Restaurants Schloss Cobenzl heute früh fordert die Initiative Denkmalschutz die Erhaltung dieses wichtigen Ausflugslokals, welches 1910 im secessionistisch beeinflussten barockisierenden Heimatstil unter der Leitung des Baurats Josef Pürzl vom Wiener Stadtbauamt errichtet wurde (Planverfasser: Architekt und Stadtbaumeister Rudolf Beck). Nach Brandschäden 1980 und Renovierung blieb die historische Bausubstanz weitgehend erhalten. Durch die veränderten Fenster- und Türöffnungen und den neu ergänzten Dekor an der Schauseite könnte man an einen vereinfachten Wiederaufbau glauben, doch nach Studium zeigt sich: Der gesamte Hauptraum samt originalem Gewölbe in "moderner" Eisenbeton-Bauweise hat sich über den im Inneren eingezogenen, neu errichteten Räumen erhalten. Daher fordert unser Verein von der Stadt Wien die Widmung einer Schutzzone gemäß Bauordnung. Auf Grund der besonderen Bedeutung als Ausflugslokal an dieser markanten Stelle im Wienerwald erachtet unser Verein das Gebäude auch als denkmalschutzwürdig (Denkmalschutzgesetz) und bittet das Bundesdenkmalamt um Prüfung.

 

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Stellungnahme Planentwurf 8180, Ottakringer Str., Helblingg., Bergsteigg., 09.03.2017

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8180, 17. Bezirk Hernals, Katastralgemeinde Hernals

Für das Gebiet zwischen Ottakringer Straße, Bergsteiggasse, Geblergasse und Helblinggasse

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

1170  Wien Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Dadurch wird auch am ehesten - neben der Festsetzung einer Schutzzone - der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.

Konkret wird vorgeschlagen die Gründerzeithäuser Helblinggasse 5-11, Geblergasse 41 (Ecke Bergsteiggasse 20) sowie das Doppelhaus Bergsteiggasse 14-16 als Schutzzone zu widmen. (Auch der Fachbeirat schlägt in seiner Stellungnahme die Erhaltung des Gründerzeithauses Helblinggasse 5 vor ("soll überprüft werden"), nachdem der Abbruch dieses Objekts auf Grund der geplanten Änderungen der Bebauungsbestimmungen zu erwarten ist; vgl. auch Erläuterungsbericht Seite 5.) Ebenso schutzzonenwürdig ist das Gründerzeit-Eckhaus Ottakringer Straße 48 (Ecke Bergsteiggasse 2). Diese Objekte finden alle im Dehio-Handbuch des Bundesdenkmalamtes Erwähnung. Nach den Abbrüchen der ebenso im Dehio-Handbuch (aus 1996) erwähnten Häusern Bergsteiggasse 4, 6, 18 sowie Helblinggasse 13 wäre dies ein notwendiger und moderater Vorschlag einer Schutzzonenausweisung, auch im Sinne des "Schutzzonenplan Wien" des Magistrats (MA 19?; Grundlagen für die flächendeckende Darstellung künftiger Untersuchungsgebiete, Stand 1996), die das gesamte Plangebiet als "Schutzwürdigkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit" ausgewiesen hat.

1170  Wien
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Hochhausprojekt Heumarkt: Welterbe-Demo 11.3., Petitionen, Stellungnahmen, 24.02.2017

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Aviso: Demonstration für das Welterbe und gegen das Hochhausprojekt Heumarkt, Sa., 11.3. 15 Uhr, Beethovenplatz gegenüber Eislaufverein

Initiative Stadtbildschutz und Initiative Denkmalschutz sammeln Unterschriften für Stellungnahme Widmungsänderung und Petition

1010 WienWien (OTS) - Anlässlich des noch bis 16. März öffentlich aufgelegten Planentwurfs (Nr. 7984) zur Umwidmung des Areals Eislaufverein - Hotel InterContinental werden am letzten Wochenende vor Fristende Stellungnahmen zum Entwurf des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes ( www.wien.gv.at/stadtentwicklung/flaechenwidmung/aktuell/7984.html) gesammelt. Ebenso kann die Petition "Hochhausprojekt Eislaufverein: Für die Erhaltung des UNESCO-Welterbes und des Stadtbildes von Wien" ( www.wien.gv.at/petition/online) unterzeichnet und mit Vertretern der beiden Vereine gesprochen werden. Die Bürger sind herzlich eingeladen die Vielzahl von unterschiedlichen Aufrufen vor Ort zu unterzeichnen (so auch die Online-Petition "Stoppt das Hochhausprojekt am Wiener Heumarkt" der IG Kultur auf https://www.openpetition.eu/at/petition/online/stoppt-das-hochhausprojekt-am-wiener-heumarkt) und ein klares Protestzeichen gegen diese gigantische Bauspekulation inmitten des UNESCO-Weltkulturerbes, die die Präsidentin des Bundesdenkmalamtes gar als "Skandal" bezeichnet. Es wäre nicht nur beschämend, sondern auch eine Bankrotterklärung der Stadt Wien, wenn sie den Wiener Eislaufverein nicht ohne Verlust des Welterbes modernisieren könnte.

Demonstration gegen Hochhausprojekt Heumarkt und Unterschriftenstand

Datum: Samstag, 11.03.2017, 15:00 - 17:00 Uhr

Ort: Beethovenplatz (gegenüber Lothringerstraße 22), 1010 Wien, Österreich

Download: Unterschriftenliste für Petition Wien (für Bürger mit Hauptwohnsitz in Wien)
Download: Werbezettel für internationale Petition:
https://www.openpetition.eu/at/pdf/abrisszettel/stoppt-das-hochhausprojekt-am-wiener-heumarkt
Download: Vorlage für die Abgabe einer Stellungnahme zur Änderung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes

Foto: Blick vom Oberen Belvedere auf des UNESCO-Weltkulturerbe "Historisches Zentrum von Wien" (Rot durchgestrichen der aktuell geplante Hochhausturm). Foto/Visualisierung: Prof. Martin Kupf

Rückfragen & Kontakt:
Herbert Rasinger, Obmann des Vereins Initiative Stadtbildschutz, www.stadtbildschutz.at, mobil: 0664 / 419 75 73
Markus Landerer, Initiative Denkmalschutz, mobil: 0699 / 1024 4216, www.initiative-denkmalschutz.at

Original APA-OTS-Presseaussendung:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170224_OTS0020
 

Stellungnahme Planentwurf 8175, Rennweg u. Metternichg., 12.01.2017

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8175, 3. Bezirk Landstraße, Katastralgemeinde Landstraße

Für das Gebiet zwischen Rennweg, Metternichgasse, Strohgasse, Reisnerstraße, Jaurèsgasse und Rechte Bahngasse

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

1030 Wien Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Dadurch wird auch am ehesten - neben der Festsetzung einer Schutzzone - der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. (Anmerkung: Da in den gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen sowie im aktuellen Planentwurf keine Bestandshöhen angegeben sind, kann in dieser Stellungnahme nur auf augenfällige Differenzen zwischen Bestandshöhe und Widmungshöhe hingewiesen werden.)

1030 Wien

Jaurèsgasse 3 (ehem. Palais Redlich): Das 1900 in Neorenaissance-Formen mit secessionistischen Anklängen erbaute, denkmalgeschützte Palais gilt als ein Hauptwerk des bekannten Architekten Carl König. Begrüßt wird die im Planentwurf vorgesehene niedrigere Höhenwidmung (Bauklasse III) als die im aktuell gültigen Plandokument (Bauklasse IV 18 m).

Jaurègasse 9 (Reisnerstraße 49; ehem. Palais Sigray): Das 1872 von Architekt Viktor Rumpelmayer erbaute, denkmalgeschützte Palais in den Stilformen der "Neu Wiener Renaissance" (1880 adaptiert) möge in seiner Höhenwidmung bestandsgenau gewidmet werden. Die (wieder) geplante und aktuell gültige Bauklasse IV 18 m scheint für das 2stöckige Gebäude zu hoch.

Metternichgasse 3 (Reisnerstraße 44; Deutsche Botschaft): Die 1959-1965 erbaute Deutsche Botschaft von Architekt Rolf Gutbrod (1910-1999) stellt - laut der Fachorganisation DOCOMOMO Austria (NGO für die Erhaltung moderner Architektur) - "in seiner richtungsweisenden Moderne ein Dokument der baulichen Aufbruchsstimmung der europäischen Nachkriegsarchitektur dar" und ist daher eindeutig erhaltenswert. Auch für DOCOMOMO Deutschland wird dieser Nachkriegsbau als "unbedingt schutzwürdig" eingestuft. Dietmar Steiner, bis Ende 2016 Leiter des Architekturzentrum Wiens, setzt sich ebenso für den Erhalt ein wie auch Klaus Jan Philipp, Leiter des Instituts für Architekturgeschichte der Universität Stuttgart in seinem Gutachten zur Deutschen Botschaft 2007. In diesem Sinne plädiert der Verein Initiative Denkmalschutz – neben einer ernsthaften Prüfung einer Unterschutzstellung durch das Bundesdenkmalamt abseits möglicher diplomatischer Zurückhaltungen - für eine maßvolle Anpassung der Widmung an den Bestand. Auch muss klar die Vorgehensweise, zuerst einen Wettbewerb auszuschreiben, und danach den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan zu ändern, kritisiert werden. Bei einer solchen Vorgehensweise müssten die Bürger und NGOs schon im Vorfeld eingebunden werden (vor allem bei der Definition der Wettbewerbsziele), was aber nicht geschehen ist. Ansonsten ist die Gefahr sehr groß, dass die Abgabe einer Stellungnahme zum aktuellen Planentwurf zur Farce verkommt.

Metternichgasse 9: Das 1868 von Ferdinand Dehm erbaute, 3stöckige Gründerzeithaus mit seinen korinthischen Ädikulenfenstern scheint etwas zu hoch gewidmet. Hier wird empfohlen die Bauklasse IV mit einer bestandsgenauen Höhenbeschränkung festzusetzen.

Rechte Bahngasse 52: Der 3stöckige Gebäudetrakt steht in funktionaler Verbindung mit dem Sacre Coeur Schulcampus bzw. Gebäude Rennweg 31. Die im Planentwurf vorgesehene Höherwidmung dieses Gebäudetraktes von Bauklasse III auf Bauklasse IV 18 m wird auf Grund der historischen Bedeutung dieses Traktes abgelehnt.

1030 Wien

Reisnerstraße 44: siehe Metternichgasse 3

Reisnerstraße 48: Das 1stöckige Palais wurde 1881 vom Architekt Viktor Luntz für A. Glück-Krussitz erbaut und stellt einen wichtigen Profanbau des sonst als Kirchenarchitekten bekannten Friedrich Schmidt Schülers dar. Besonders hervorzuheben ist die feingliedrige Dachzone mit den 3 Fenstererkern und dem dekorativen Firstkamm. Umso begrüßenswerter ist daher auch die hier geplante niedrigere Höhenwidmung des nicht denkmalgeschützten Gebäudes. Jedoch möge überprüft werden, ob die geplante Bauklasse II (ohne Beschränkung) der Bestandshöhe entspricht. Falls dies nicht der Fall ist, möge die Bauklasse der Bestandshöhe genau angepasst werden.

Reisnerstraße 49: siehe Jaurèsgasse 9

Reisnerstraße 50 (ehem. Palais Sybel): Das Palais Seybel, erbaut 1889 "gehört zu den wichtigsten Schöpfungen des Ateliers Fellner & Helmer" (Zitat ÖKT, S.129). Daher ist die beabsichtige Abzonung von der derzeit gültigen Bauklasse IV beim 1stöckigen Verbindungstrakt zwischen dem Palais und dem Gründerzeithaus Reisnerstraße 48 zu begrüßen, wiewohl empfohlen wird – im Sinne der Bestandserhaltung – die Bebaubarkeit auf Bauklasse I mit zusätzlicher Gebäudehöhenbeschränkung zu reduzieren - anstelle der im Planentwurf vorgesehenen Bauklasse II.

Reisnerstraße 50 u. 52: siehe Rennweg 27

Reisnerstraße 55-57 (ehem. Palais Hohenberg): Die geplante, niedrigere Höhenwidmung des 3geschoßigen, monumentalen, strenghistoristischen und unter Denkmalschutz stehenden Doppelhauses in Neorenaissanceformen (erbaut 1873, Architekt Wilhelm Fraenkel) auf Bauklasse IV mit Gebäudehöhenbeschränkung auf 18 m wird sehr begrüßt (im aktuell gültigen Plan Bauklasse IV ohne Höhenbeschränkung)

Rennweg 27 (Italienische Botschaft; ehem. Palais Metternich): Der dem Planentwurf beiliegenden Stellungnahme des Fachbeirates für Stadtplanung und Stadtgestaltung: "Es wird um Überprüfung der Position des Neubaus bei der italienischen Botschaft gebeten. Die Distanz des Neubaus zur repräsentativen Seitenfront des benachbarten nördlichen Palais Reisnerstraße 50 soll überprüft werden. Diese Seitenfront sollte auch mit einem Neubau noch stadträumlich wirksam bleiben" in Bezug auf das 1stöckige Nebengebäude in der Reisnerstraße 52, das für diesen Neubau weichen soll, schließt sich der Verein Initiative Denkmalschutz vollinhaltlich an. Ebenso möge bei diesem im äußeren Erscheinungsbild eher unscheinbarem Nebengebäude noch die allfällige historische Bedeutung respektive Erhaltungswürdigkeit überprüft werden.

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Ensemble in Untersieveriung zerstört. Abriss Weinzingergasse 5, 20.12.2016

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Initiative Denkmalschutz: Weiterer Identitätsverlust in Döbling.
Ein Ensemble in Untersievering wurde zerstört!

Dieser Tage wurde das Haus Weinzingergasse 5 abgerissen. Es bildete mit seinen Nachbarhäusern ein geschlossenes historisches Ensemble. Das Haus zeigte sogar eine frisch restaurierte Fassade, doch das Gewinnstreben des neuen Eigentümers überwiegte, sodass es jetzt abgerissen wurde.

Abbruch: Weinzingergasse 5 ohne Schutzzonenwidmung

Da keine Schutzzone gewidmet war, konnte der neue Besitzer den Abbruch nach Belieben veranlassen, ohne dass irgendeine Behörde zustimmen musste. Besonders tragisch: Nur wenige Häuser daneben befindet sich die Schutzzone Sieveringer Straße (Ecke Weinzingergasse 1), sodass das historische Häuserensemble in der Weinzingerstraße 1-7 zur Gänze als Schutzzone hätte ausgewiesen werden können, ja sogar müssen. Das Haus wird – wie auch die anderen hier genannten in der Weinzingergasse - im Denkmälerinventar des Bundesdenkmalamtes angeführt (Dehio): "Verbauung E[nde]. 19. -A[nfang] 20. Jh. (...) Weinzingergasse 5, altdeutsch mit origineller, durch Risalite und Erker gegliederter Fassade und originalem Türblatt" (S. 602).

Wer verantwortet den Abriss politisch? Der Gemeinderat! Und auch der Bezirk Döbling?

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Stellungnahme Planentwurf 7564E, St. Josefsheim-Kloster, Stock im Weg, 01.12.2016

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 7564E, 13. Bezirk Hietzing, Katastralgemeinde Ober St. Veit

Für das Gebiet Adolfstorgasse, Erzbischofgasse, Schweizertalstraße, Hentschelgasse, Einsiedeleigasse, Gemeindeberggasse, Schweizertalstraße, Karl-Schallhas-Gasse, Josef-Pommer-Gasse, Am Meisenbühel, Veitlissengasse, Adolfstorgasse

1130 Wien

Im Plangebiet befindet sich das St. Josefsheim-Kloster der Franziskannerinnen auf dem ehemaligen Areal der Einsiedelei. Der große, erhaltenswerte Gebäudekomplex wurde ab 1910 erbaut und u. a. 1926 um die Kapelle vom Kostbaren Blut Christi erweitert. Der vorliegende Planentwurf lässt den vollständigen Abriss dieses Josefsheim befürchten. Im Erläuterungsbericht (S. 5) heißt es dazu: "Für den Neubau eines Pflegewohnheimes auf der Liegenschaft Stock im Weg 1A-11 (Josefsheim) wurde ein Wettbewerb durchgeführt, die Parameter des Siegerprojekts sollen in die Abänderung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes einfließen." Da das Josefsheim als erhaltenswert eingestuft werden kann (vgl. u.a. auch der ausführliche Eintrag im Dehio-Handbuch (S.250) sowie die umfassende Würdigung im Buch "In Hietzing gebaut" (S. 218ff.), wird die Änderung der Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes in diesem Bereich abgelehnt.

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Gürtel Gesichtsverlust: Abriss Gründerzeithaus Wiedner Gürtel 16, 14.11.2016

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Initiative Denkmalschutz: Der Wiedner Gürtel verliert sein Gesicht. Abriss des Gründerzeithauses Wiedner Gürtel 16 im Gange!

Wieder fordert die Untätigkeit von Gemeinde und Bezirk baukulturelle Opfer, diesmal im 4. Bezirk

1040 Wien Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

Vor einem Jahr haben wir die "Abrisswelle", die "über Wien rollt" in einer Presseaussendung beklagt. Nun ist das Befürchtete erneut eingetreten: Nach dem Abriss des erhaltenswerten, 1886 erbauten Gründerzeithauses am Wiedner Gürtel 22 vor bald 2 Jahren, wird dieser Tage das in den etwa 1880er Jahren erbaute, strenghistoristische Zinshaus mit seiner reichen Fassadengliederung am Wiedner Gürtel 16 abgerissen (Fotos anbei).

Spätestens seit 1996 war die Erhaltenswürdigkeit bekannt!

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Grand Hotel National: Initiative Denkmalschutz unterstützt Petition zum Erhalt, 10.11.2016

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Ehem. Grand Hotel National muss erhalten bleiben! Initiative Denkmalschutz unterstützt die soeben gestartete Petition

Ein wichtiges Frühwerk des berühmten Ringstraßenarchitekten Theophil Hansen am Karmeliterplatz soll - trotz Schutzzone - für die Erweiterung eines Spitals abgerissen werden.

1020 Wien Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

Wien (OTS) - Seit in der Bezirksvertretungssitzung am 27.9. die SPÖ den Antrag zur Erweiterung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder eingebracht hat (BV2-776584/2016), gehen nicht nur im 2. Bezirk, sondern auch in Fachkreisen der Kunstgeschichte und Denkmalpflege die Wogen hoch. Denn die geplante Erweiterung würde den Abriss des ehem. Grand Hotel National in der Taborstraße 18 bedeuten. 1849 in der Frühgründerzeit von den beiden Ringstraßenarchitekten Ludwig Förster und Theophil Hansen erbaut, war dieses eines der bedeutendsten Gebäude seiner Zeit in der Leopoldstadt.

Jetzt hat sich eine Bürgerinitiative gegründet (Dr. Stefan Ohrhallinger, Mieter Taborstraße 18, Tel. 0681 / 201 70 567; Mag. Andrea Müller-Schiestl, Miteigentümerin des Nachbarhauses Taborstraße 20), die die Petition "Rettet das Hotel National" eingebracht hat. Die Petition wurde soeben auf der Petitionsplattform der Stadt Wien veröffentlicht: www.wien.gv.at/petition/online. Die Initiative Denkmalschutz unterstützt diese Petition und fordert die Prüfung von Alternativen. Eine Aufhebung der Schutzzone, wie schon einmal in der Lindengasse 62 für einen Abriss 2011 geschehen, darf kein zweites Mal passieren.

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Villa Freudeck/Höll in Bregenz muss erhalten bleiben! 27.09.2016

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Initiative Denkmalschutz: Villa Freudeck/Höll in Bregenz muss erhalten werden!

Die Stadt Bregenz wird aufgefordert ihre Verantwortung für das baukulturelle Erbe wahrzunehmen!

Bregenz Die Villa Freudeck in der Blumenstraße 3 (erbaut ca. 1895; Architekt Georg Baumeister) soll der Spitzhacke zum Opfer fallen. Doch gerade diese Villa ist im Kontext der umgebenden historischen Villen am Ölrain (Stichwort: "Ensemble") eindeutig erhaltenswert. Dies bestätigt auch das aktuell gültige Räumliche Entwicklungskonzept (REK) aus 2008, das sich die Stadt Bregenz selbst verordnet - respektive beschlossen - hat.

Initiative Denkmalschutz: Die Stadt Bregenz ist für Orts- und Stadtbildschutz verantwortlich!

Die Villa Freudeck (oder "Höll") in der Blumenstraße 3 ist Teil des 1892-1906 enstandenen Villenensembles des Architekten Georg Baumeister (1852-1927), zu dem die Villa Fünfland (Wolfeggstraße 15, erb. 1892-95), die Villa Wolfegg oder Klaubert (Blumenstraße 1, erb. 1905; steht sogar als Einzeldenkmal unter Denkmalschutz), die Villa Säntis oder Wolfrum (Blumenstraße 2, erbaut 1906) sowie die Villa in der Blumenstraße 5 (ehem. evangelisches Pfarrhaus, heute Methodistenkirche, erb. nach 1903) gehört. Dieses Villenensemble am Ölrain ist im Sinne des Orts- und Stadtbildschutzes als Gesamtes unzweifelhaft erhaltenswert. Und auch im REK 2008 wird ausdrücklich die Erhaltungswürdigkeit der Villen am Ölrain und die Wichtigkeit der Erstellung von entsprechenden Bebauungsplänen zu deren Schutz festgehalten (S. 15). So sind im Kapitel B.5 "Identitätsstiftendes Stadtbild" unter Punkt B.5.1. "Alte, wertvolle Ensembles und Einzelobjekte in ihrem Bestand und Erscheinungsbild schützen" im Konkreten als Maßnahme festgelegt, "Villen und die sie umgebenden Gartenanlagen durch Parkschutz und durch die Erstellung von Bebauungsplänen schützen (Ölrain, Josef-Huter-Straße, Belruptstraße)."

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Respekt vor der Karlskirche - keine Aufstockung im Umfeld! 21.09.2016

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Initiative Denkmalschutz: Respekt vor der Karlskirche – keine Aufstockung im Umfeld!

Die Initiative Denkmalschutz unterstützt die heute stattfindende Demonstration der Initiative Stadtbildschutz (18 Uhr, vor der Karlskirche)

Bereits in den 1970er-Jahren stand der Neubau der Versicherung Winterthur am Karlsplatz 9 in heftiger Kritik. Damals wurde das - sogar denkmalgeschützte - biedermeierliche, 1789 errichtete Frühwirth-Haus 1960 u.a. mit der Begründung abgerissen, dass dadurch endlich ein größerer baulicher Abstand zur Karlskirche entstehen kann. Das, was damals schlussendlich doch nicht umgesetzt wurde (der Neubau rückte kaum von der Karlskirch ab) wurde, aus guten städtebaulichen Gründen, zumindest nicht in der Höhenerstreckung überdimensioniert (damals war vom Architekten Georg Lippert ein Neubau in gleicher Höhe wie die Technische Universität am Karlsplatz 13 geplant). Nun soll, über 40 Jahre später, die 2. Bausünde geschehen, in dem man ernsthaft eine Aufstockung des Gebäudes der Winterthur-Versicherung plant. Diesem 3stöckigen Bestandsgebäude sollen weitere 3 Geschoße draufgesetzt werden (2 Vollgeschoße und ein Staffelgeschoß).

Die Initiative Denkmalschutz fordert die zuständigen Politiker auf, einer Umwidmung zur Vergrößerung des Bauvolumens nicht zuzustimmen!

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Hitler Geburtshaus vor Zerstörung? Hohe Politik täuscht Öffentlichkeit! 19.09.2016

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Hitler Geburtshaus: Hohe Politik täuscht Öffentlichkeit! Enteignung als Vorwand für Zerstörung? Initiative Denkmalschutz fordert Erhalt!

Nun ist es ausgesprochen: "Vollständige Beseitigung" des denkmalgeschützten Adolf Hitler Geburtshauses soll durch geplantes "Enteignungsgesetz" ermöglicht werden!

Wien/Braunau (OTS) - Am 12. Juli war Hitlers Geburtshaus Thema im Ministerrat. Nach diesem sprach Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) "von praktischen Problemen, die sich durch den Denkmalschutz ergäben", und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) stellte überhaupt gleich fest, dass "das Gebäude aus diesem Grund nicht abgerissen werden könne" (APA). Wissen die Herren nicht wovon sie reden? Kennen die Vertreter der Bundesregierung den eigenen(!) Gesetzesentwurf nicht? Denn in der aktuellen Regierungsvorlage wurde - im Gegensatz zum Begutachtungsentwurf für die Öffentlichkeit - eine eindeutige juristische Klarstellung getroffen: die "vollständige Beseitigung" ist mitumfasst. War somit von langer Hand geplant, die Öffentlichkeit ganz gezielt zu täuschen? Die Chronologie der Ereignisse lässt dies vermuten! (OTS 27.5.: Bundesministerium für Inneres verschweigt den Denkmalschutz-Aspekt. Parlamentskorrespondenz (17.7.): "Auch ein Abriss des Gebäudes kommt (...) in Frage, auf Belange des Denkmalschutzes muss keine Rücksicht genommen werden".) Die Initiative Denkmalschutz fordert: Würdiges Gedenken an die NS-Schreckensherrschaft und(!) Erhaltung dieses Altstadthauses!

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Abriss Hietzinger Hauptstraße 100-102: Löchrige Schutzzone. 2. September 2016

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Initiative Denkmalschutz: Abriss Hietzinger Hauptstraße 100-102 Schutzzone löchriger als ein Schweizer Käse?

1130 Wien Nachdem das seit vielen Jahren gefährdete Doppel-Gründerzeithaus Hietzinger Hauptstraße 100-102 bereits vor jünf Jahren knapp dem Abriss entkommen war, ist es vorgestern, Mittwoch, überraschend doch noch, und zwar auf besonders rasante Art und Weise dem Erdboden gleich gemacht worden.

Neue Dimension der Abrissbegründung: Nicht schützenswert trotz Erhaltungswürdigkeit?

Die Initiative Denkmalschutz ist es schon fast gewöhnt zu hören, dass erhaltenswerte Gebäude in Schutzzonen wegen "technischer" oder "wirtschaftlicher Abbruchreife" abgerissen werden dürfen. Der aktuelle Fall bekommt jedoch eine neue Dimension: Nach unseren Recherchen hat der Eigentümer – vereinfacht gesagt – gegen die Fachmeinung der Magistratsabteilung 19 (Architektur und Stadtgestaltung, Ressort Vassilakou), die die Erhaltungswürdigkeit beurteilt, Einspruch erhoben. Nachdem der Eigentümer den Instanzenzug gegangen war (Bauoberbehörde, Verwaltungsgericht Wien), wurde ihm schlussendlich Recht gegeben, sodass der Abriss am 31. August über die Bühne gehen konnte. (Fotos vor dem Abriss siehe Erich J. Schimek: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157628998443139/)

Bürgermeister Häupl und Vizebürgermeisterin Vassilakou sind zum x-ten Mal gefordert zu handeln!

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Heute ist Samstag, 20. Oktober 2018

Nächste iD-Veranstaltung:

Spaziergang St. Pölten
20.10.2018

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Buchpräsentation

Gerade im Europäischen Kulturerbejahr ist ein kritischer Blick auf den Stand des Denkmalschutz in Österreich vonnöten. Die Initiative Denkmalschutz, seit zehn Jahren kritisch-konstruktive Stimme für den Erhalt unserer Denkmäler, feiert mit diesem Buch gleichzeitig zehnjähriges Bestandsjubiläum. Mit Vorworten von Bernd Lötsch, Wilfried Lipp und Nott Cavaziel! Erhältlich im Verein oder im guten Buchhandel um EUR 29,90.




 
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