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Monikapforte in Salzburg: Bewährte Zukunftslösung

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Memorandum der unabhängigen österreichischen Denkmalschutz-NGOs Initiative Denkmalschutz, Österreichische Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege und ICOMOS AUSTRIA - Österreichisches  Nationalkomitee

Die beiden österreichischen Denkmalschutz-NGOs sowie ICOMOS Austria unterstützen den Stadtteilverein Mülln bei seiner Forderung: Der Zustand der barocken Wehranlage vor dem Brückenprovisorium, das eigentlich nur dem Bau des 2004 (!) eröffneten Museums der Moderne dienen sollte, ist wiederherzustellen.

Das Nadelöhr Monikapforte erschloß bis zur Errichtung des Provisoriums 2002 das Landschaftsschutz- und Erholungsgebiet Mönchsberg optimal. Seitdem stieg der Individualverkehr dramatisch und wird durch die Altstadt-Poller erst ab 10:00 beschränkt. Der geplante Brückenbau würde zudem weiteren Begehrlichkeiten in diese Richtung bis hin zu Wünschen nach neuen Zu- und Umbauten auslösen.


Das Brückenprovisorium verläuft verkehrstechnisch schräg über den Wehrgraben wenige Meter vor der Monikapforte. Das bleibt auch beim aktuellen, architektonisch ambitionierten Brückenprojekt des Architekturbüros HALLE 1 das gleiche Problem. Engagiert-zeitgemäße Architektur kann den entstehenden städtebaulichen Missgriff nicht beheben. Die Brücke steht im Gegensatz zur Logik und Klarheit der Fortifikationsanlage.

Die Müllner Schanze verdient aber eine respektvolle Behandlung. Das denkmalgeschützte Ensemble ist ein einzigartiger Teil der unter Fürsterzbischof Paris Lodron (1586-1653) errichteten Stadtbefestigung. Nördlich der Alpen ist diese dreistufige Wehranlage von großer Bedeutung.

Wie das Brückenprojekt würde auch das „Alternativprojekt“ Straßentunnel durch die Bastion das Lodronsche Befestigungsensemble massiv und zudem substanzvernichtend beeinträchtigen. Angesichts dieser Tatsache haben der Stadtteilverein Mülln und das Bundesdenkmalamt die Betreiber des Brückenprojekts an ihre eigene, ursprünglich geplante Erschließungslösung für das Museum der Moderne – ein Lastenlift direkt von der Gstättengasse (1998) – erinnert. Zudem wurde für die historische Pforte auf die Verwendung spezieller, alternativer Kunsttransporter verwiesen.

Monikapforte und Müllner Schanze müssen wieder auf den Zustand vor dem provisorischen Behelfsbrückenbau 2002  zurückgeführt werden.


Wien und Linz im September 2010

Initiative Denkmalschutz
Österreichische Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege
ICOMOS AUSTRIA - Österreichisches  Nationalkomitee (International Council on Monuments and Sites)
 

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