Kufstein (Tirol): Streit um barrierefreien Zugang zur Stadtpfarrkirche

Fernsehsendung ORF-Bürgeranwalt“: Pfarrkirche St. Vitus: Barrierefreiheit versus Denkmalschutz: Über 10 Jahre dauert schon der Streit um einen barrierefreien Zugang zur Stadtpfarrkirche St. Vitus, damals gab die Stadt Kufstein das Versprechen ab, eine Aufstiegshilfe zu bauen. Der Bürgermeister Martin Krumschnabel (die Parteifreien) schiebt jetzt dem Bundesdenkmalamt den Schwarzen Peter für das Scheitern zu, warum nichts weitergeht, doch die Sachlage zeigt sich viel komplexer. Zur Vorgeschichte: Nach einem Ideenwettbewerb hätte es 2014 ein genehmigungsfähiges Siegerprojekt des Architekten Markus Jaufer gegeben. Es sah einen Aufzug von der Stadtebene durch den Kirchhügel vor, mit einem Ausstieg direkt am Pfarrplatz. Das Projekt sei aber, wie auch die anderen, nie zu Ende verfolgt bzw. zur Genehmigung eingereicht worden. Der Bürgermeister erklärt warum: Bei Ausgrabung des Schachtes sind plötzlich 200 Skelette aufgetaucht, die man mit großem archäologischen Aufwand ausgegraben hat. Danach ist man dann an eine Mauer gestoßen, die wiederum denkmalpflegerisch wertvoll war. Somit war klar, die Kosten gehen durch die Decke und das Projekt wurde abgebrochen. Der St. Vitus Kirchgänger und Baumeister Anton Rieder ließ nicht locker und hat 2018 eine weitere Variante vorgelegt, die jedoch einen baulichen Eingriff in das Pfarrstöckl (Paramentenstöckl) vorsah, das Teil des Rathaus-Komplexes ist und vom Denkmalamt wegen einer massiven Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes der Hauptansicht des Rathauses am Oberen Stadtplatz abgelehnt wurde. DI Walter Hauser, Abteilungsleiter im Bundesdenkmalamt Tirol, verweist darauf, dass von 500 im Denkmalamt eingereichten Projekten beschäftigten sich in den letzten Jahren 50 Projekte ausschließlich mit der Barrierefreiheit und diese auch bewilligt wurden. Hier in Kufstein sieht Hauser eine äußerst komplexe Gemengenlage, das Denkmalamt ist bereit an Lösungen mitzuwirken. Hauser plädiert darüber hinaus, dass das Projekt gemeinsam mit der Erschließung der Festung Kufstein zu betrachten wäre. Lösungen gebe es viele, man müsste sich nur zwischen der Stadt Kufstein, der zuständigen Stadt- und Ortsbildschutzkommission, der Erzdiözese Salzburg mit ihrem Bauamt, der Pfarre Kufstein sowie dem Bundesdenkmalamt auf eine Projekt einigen. Volksanwalt Walter Rosenkranz hofft nun auf eine rasche Lösung für die betroffene Bevölkerung. ORF-FERNSEHBERICHT ANSEHEN (17 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Buergeranwalt/1339/Buergeranwalt/14082677/Pfarrkirche-St-Vitus-Barrierefreiheit-versus-Denkmalschutz/14863406 (20.2.2021, “Pfarrkirche St. Vitus: Barrierefreiheit versus Denkmalschutz”)

Architekt Markus Jaufer: “erschliessung pfarrplatz kufstein, architektenwettbewerb – 1. preis”: http://www.jaufer-architektur.at/wettbewerbe/erschliessung-pfarrplatz

Weitere Medienberichte:

19. Februar 2021, APA-OTS ORF
Vorankündigung: „Bürgeranwalt“: Zu langes Warten auf einen ärztlichen Eingriff? (u. a. Barrierefreiheit versus Denkmalschutz: Darf bei der Stadtpfarre von Kufstein ein Lift gebaut werden?). Am 20. Februar um 18.00 Uhr in ORF 2: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210219_OTS0073

18. Februar 2021, Tiroler Tageszeitung
Kufsteiner Pfarrkirche: Barrierefrei geht nur mit Schulung und Umsteigen. Komplizierter Weg für Geheingeschränkte und Senioren zur Kufsteiner Pfarrkirche. Für den Lift ist eine Registrierung und Einschulung nötig: https://www.tt.com/artikel/17856024/kufsteiner-pfarrkirche-barrierefrei-geht-nur-mit-schulung-und-umsteigen

Verlorenes Erbe (Wien): Die verschwundenen Wittgensteinhäuser

Der berühmte Philosoph Ludwig Wittgenstein wurde 1889 in der damals noch eigenständigen Gemeinde Neuwaldegg bei Wien geboren. 1891 eingemeindet, wuchs Ludwig bis zum Alter von 14 Jahren in seinem Geburtshaus, der so genannten “Villa Wittgenstein” in der Neuwaldegger Straße 38 auf. Nach jahrelangem Verfall wurde die Villa bedauerlicher Weise 1972 abgebrochen. Von 1985 bis 1990 wurde eine neue Wohnhausanlage erbaut (Architekten: Nr. 38 Georg Baldass; Nr. 38A: Manfred Rieder, Wolfgang Tschapeller, Hans-Peter Wörndl). Der Kunsthistoriker Andreas Lehne berichtet im ORF-Fernsehbeitrag über das gesellschaftliche Leben im Haus und über den langsamen Verfall, den er als Nachbarskind miterleben konnte. Die Familie Wittgenstein war eine maßlos reiche Familie und engagierte sich für Musik und die bildenden Künste. Das Stadtpalais Wittgenstein in der Argentinierstraße 16 (4. Bezirk Wieden) fiel ebenso der Spitzhacke zum Opfer. Nach leichten Bombenschäden im 2. Weltkrieg wurde das Haus in den 1950er-Jahren für ein modernes Wohnhaus abgerissen. Ein Ludwig Wittgenstein Haus hat in der Kundmanngasse 19 (3. Bezirk Landstraße) überdauerte bis heute. Das berühmte so genannte “Haus Wittgenstein“, welches der Philosoph selbst entworfen hat und gemeinsam mit dem Architekten Paul Engelmann für seine Ludwigs Schwester Margaret Stonborough-Wittgenstein erbauen lies (1926-1928). Auch dieses Architekturjuwel war 1971 vom Abriss bedroht. Ein breiter Protest aus der Architektenschaft (u. a. Hans Hollein, hauptengagiert Bernhard Leitner) konnte in letzter Minute das Bundesdenkmalamt (in Person des Landeskonservators Peter Pötschner) überzeugen, das Haus doch noch unter Denkmalschutz zu stellen. So findet das Haus heute als Bulgarisches Kulturinstitut seine Verwendung. Das damals an seiner Stelle geplante Hochhaus für den Hauptverband der Sozialversicherungsträger wurde daneben, im (ehemaligen) Garten des Hauses Wittgenstein errichtet (in Richtung Erdberger Straße).

Haus Wittgenstein (erhalten), Kundmanngasse 19, 1030 Wien (Bezirk Landstraße; Erdberg):
– Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Wittgenstein
– Wien Geschichte Wiki: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Villa_Wittgenstein
– Ludwig Wittgenstein und Paul Engelmann 1928 – Das Haus Wittgenstein (Bulgarisches Kulturinstitut Haus Wittgenstein): http://www.haus-wittgenstein.at/das-haus.html

Biographie Ludwig Wittgenstein:
– Architektenlexikon Wien 1770-1945: http://www.architektenlexikon.at/de/693.htm
– Wien Geschichte Wiki: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Ludwig_Wittgenstein
– Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wittgenstein
– Sein Leben – Sein Werk (Österreichische Ludwig Wittgenstein Gesellschaft): https://www.alws.at/de/sein-leben-sein-werk

Weitere Infos / Links:

12. Oktober 2014, MeinBezirk
Neuwaldegger Straße – Wittgenstein Gründe: https://www.meinbezirk.at/hernals/c-lokales/neuwaldegger-strasse-wittgenstein-gruende_a1113591

Spaziergang durch Hernals – Einst und Heute, Freundschaftsverein Hernals – Fuchu
Villa Wittenstein
: http://www.hernals-fuchu.at/serv_spq_N07_Wittgenstein.htm

Nebenbei: Villa Wittgenstein Oberalm (Salzburg):

Die Villa Wittgenstein Oberalm – Ein Haus für den Tractatus, Initiative für die Erhaltung: https://www.villa-wittgenstein.net
Diese Villa Wittgenstein Oberalm wurde Ende November 2015 zerstört: https://www.villa-wittgenstein.net/zerstoerung.html

Literatur:

– Edgard Haider, Verlorenes Wien. Adelspaläste vergangener Tage, Wien Köln Graz 1984, S. 158 – 162 (Palais Wittgenstein, Argentinierstraße 16)

– Dieter Klein, Martin Kupf, Robert Schediwy, Stadtbildverluste Wien – Ein Rückblick auf fünf Jahrzehnte, Wien 2004, Seite 151 (Palais Wittgenstein, Argentinierstraße 16)

– Friedrich Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band III/2: Wien 13. – 18. Bezirk, Salzburg und Wien 1995, Seite 191 (Neubau Neuwaldegger Straße 38A; kurz erwähnt Nr. 38)

 

Leiner (Wien): Trauer um Jugendstilgeländer aus 1912 – Für Versteigerung zerstückelt

1894/95 als “Warenhaus zur großen Fabrik” bzw. Warenhaus Stefan Esders an der Ecke Mariahilfer Straße 18, Karl-Schweighofer-Gasse 2 erbaut (Entwurf: Friedrich Schachner), war es das erste große Wiener Kaufhaus. Schon 1898 wurde es um ein Geschoß aufgestockt, und 1912 ersetzte man das ganze große Stiegenhaus durch eine neu hineingestellte(!), viergeschoßige Eisenkonstruktion, die nur noch bis Anfang Mai bestehen wird (Besichtigung 30.4. möglich; ORF-FERNSEHBEITRAG (2 min): “Jugendstil-Geländer wird versteigert”2-MIN-VIDEO). Die ausführende Baufirma war damals das bekannte Duo „Kupka & Orglmeister“. Das Geschäftshaus wurde 1964 von Leiner übernommen und blieb in seiner Grundstruktur bis heute erhalten.  Doch vor wenigen Tagen wurde – vorerst nur im Inneren – mit dem Abriss begonnen (die erhaltene Gründerzeitfassade an der Mariahilfer Straße 12-16 bleibt bestehen). Der Immobilien- und Handelskonzern, die Signa Holding GmbH wird bis Herbst 2024 im ehemaligen Leiner-Flaggschiff auf der Mariahilfer Straße ein Kaufhaus (https://mahi10-18.at) nach Vorbild des Berliner KaDeWe (Kaufhaus des Westens) samt Hotel und Park am Dach errichten. Herzstück des einstigen Geschäftshauses, das durch viele Umbauten im Laufe der Zeit stark verändert wurde (u.a. Vereinfachung der Fassade nach dem 2. Weltkrieg), ist das große Jugendstil-Geländer aus dem Jahr 1912. Diese Eisentreppe ist in Wien vermutlich in ihrer Größe einzigartig, nachdem z. B. das etwas ältere Hauptstiegenhaus im alten Warenhaus Gerngroß von 1904, in der Größe vergleichbar – 1979 durch Brand vernichtet wurde (Mariahilfer Straße 44-46). Diese  320 Meter Laufmeter des Geländers werden jetzt in 27 Stücke geschnitten und die Einzelteile werden auf der Auktionsplattform Aurena für einen guten Zweck (Wiener Hilfswerk) bis 5. Mai versteigert (Benefiz-Auktion: Jugendstil-Geländer). Am Freitag, 30. April (13 Uhr bis 15 Uhr) wird es eine Besichtigungsmöglichkeit vor Ort geben. Auch das Bezirksmuseum Neubau wird einen Teil des Jugendstilgeländers bekommen. In den sozialen Medien wird über die Zerstörung des Stiegengeländers getrauert. Seitens des neuen Eigentümers wurde betont, dass das Haus nicht unter Denkmalschutz steht und das Geländer auch nicht aus der Erbauungszeit 1894/95 stammt. Unser Verein Initiative Denkmalschutz hatte bereits 2019 mit Bedauern auf den bevorstehenden Verlust dieses Jugendstilgeländers hingewiesen. Georg Scherer hatte noch im Februar auf seinem WienSchauen-Blog für einen Erhalt des Gebäudes samt Rekonstruktion der historischen Fassade plädiert: “Leiner-Haus: Verpasste Chance”ORF-BERICHT LESEN: https://wien.orf.at/stories/3100389 (“Leiner-Geländer wird versteigert”)

Youtube-Video (Drohnenflug Michael HiernerAurena): “Jugendstil Geländer”  im Leiner-Gebäude: https://www.youtube.com/watch?v=WRyobQgJBC0

ORF-FERNSEHBEITRÄGE: Jugendstil-Geländer wird versteigert (2 min): https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14089711/Jugendstil-Gelaender-wird-versteigert/14904564 (Wien Heute, 21.4.2021) +++ Baustart für das Wiener KaDeWe (2 min): https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14089585/Baustart-fuer-das-Wiener-KaDeWe/14904033 (20.4.2021)

Das Leiner-Kaufhaus, Mariahilfer Straße 18, 1070 Wien

Das Leiner-Kaufhaus in der Mariahilfer Straße 18, Foto: Okt. 2019, (c) Erich J. Schimek / Initiative Denkmalschutz

1. Februar 2021, WienSchauen
Leiner-Haus: Verpasste Chance:
Der „Leiner“ in der Mariahilfer Straße wird abgerissen – trotz des erst 2018 verschärften Gesetzes gegen Hausabbrüche und trotz Schutzzone: https://www.wienschauen.at/leiner-haus-verpasste-chance-mariahilfer-strasse. Ein neues Kaufhaus nach Plänen eines weltberühmten Architekturbüros wird an der Stelle des geschichtsträchtigen Altbaus errichtet. Dabei hätte das traditionsreiche Gründerzeitgebäude alles, was es für ein spannendes Wiener Kaufhaus braucht. Doch die Chance, dem Leiner-Haus seinen alten Glanz wiederzugeben, ist nicht genutzt worden.

Jugendstilgeländer, ehem. Leiner, 1070 Wien

Das Jugendstilgeländer im Detail, vor seiner Versteigerung, Mariahilfer Straße 18, Foto: Signa/Michael Hierner

22. April 2021, APA-OTS
Offizielle Presseaussendung der Auktionsplattform: Aurena GmbH: Leiner Mariahilferstraße: Jugendstil-Geländer kommt unter den Hammer. Zum Abschluss eines der größten Auktionsprojekte Österreichs wird mit dem Treppengeländer nun eine besondere Rarität für den guten Zweck versteigert: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210422_OTS0018

Warenhaus Esders, Mariahilfer Straße 18, 1070 Wien

Historisches Foto des Warenhaus Esders, Foto: unbekannter Fotograf, Wien am Anfang des 20. Jh.

Weitere Medienberichte:

23. April 2021, Krone
Jugendstil-Juwel: Leiner-Haus: Wiener trauern um historische Stiege: https://www.krone.at/2396616

22. April 2021, Die Presse
Leiner-Haus: Historisches Treppengeländer wird versteigert: https://www.diepresse.com/5969735/leiner-haus-historisches-treppengelander-wird-versteigert

22. April 2021, Krone
„Jetzt geht es los“: Benkos Pläne für das Kika/Leiner-Haus: https://www.krone.at/2396081

21. April 2021, Der Standard
Mariahilfer Straße: Signa-Großprojekt startet. Ab Mai wird das bestehende Leiner-Haus in der Mariahilfer Straße abgerissen, im Herbst starten die Bauarbeiten am Kaufhaus der Signa: https://www.derstandard.at/story/2000126030280/mariahilfer-strasse-signa-grossprojekt-startet

21. April 2021, MeinBezirk
Mariahilfer Straße: Ehemaliger Leiner wird im Mai abgerissen: https://www.meinbezirk.at/neubau/c-lokales/ehemaliger-leiner-wird-im-mai-abgerissen_a935245

20. April 2021, ORF
Leiner-Haus wird abgerissen und zum KaDeWe: https://wien.orf.at/stories/3100133

20. April 2021, Kurier
Baustart für Benkos “KaDeWe Wien” – Leiner wird abgerissen. Riesiges Projekt in der Wiener Mariahilfer Straße: Ab Mai starten die Abrissarbeiten: https://kurier.at/wirtschaft/baustart-fuer-benkos-kadewe-wien-leiner-wird-abgerissen/401357213

20. April 2021, Die Presse
Leiner-Haus wird ab Mai abgerissen und weicht “KaDeWe Wien” (APA): https://www.diepresse.com/5968567/leiner-haus-wird-ab-mai-abgerissen-und-weicht-kadewe-wien

13. Jänner 2021, ORF
“Studio 2”: Wiener Kaufhauskultur verliert das Leinerhaus (Fernsehbeitrag, 4:56 min)

Initiative Denkmalschutz in den Medien:

3. Oktober 2019, Kurier
KaDeWe: Das sagen Experten zum Neubau. Aus dem Leiner der Mariahilferstraße wird ein Warenhaus nach Berliner Vorbild. Experten loben vor allem Dach und Fassade des Neubaus in Neubau: https://kurier.at/chronik/oesterreich/kadewe-das-sagen-experten-zum-neubau/400637384

12. August 2019, MeinBezirk
Mariahilfer Straße: Initiative Denkmalschutz schlägt Alarm wegen Leiner: https://www.meinbezirk.at/neubau/c-lokales/initiative-denkmalschutz-schlaegt-alarm-wegen-leiner_a3565320

Toboggan (Wien): Streit um Dachverlängerung bei ‘Teufelsrutsche’

Der 25 Meter hohe “Toboggan” (der Name stammt aus der Indianersprache Algonkin und bezeichnet einen leichten, einfachen Holzschlitten) im Wiener Prater ist ein außergewöhnliches Denkmal: Er ist ein weltweit einzigartiger historischer Rutschturm aus Holz. Die Geschichte des Toboggans, die älteste noch existierende Holzrutsche der Welt, beginnt 1913, als der Turm als “Teufels Rutsch” eröffnet wurde, 1945 am Ende des 2. Weltkriegs abgebrannt, wurde er 1947 nach alten Originalplänen wiederaufgebaut. Im Jahr 2000 musste der Toboggan aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Der Turm verfiel zusehends und war eigentlich schon zum Abbruch freigegeben, als das Bundesdenkmalamt den Toboggan 2006 unter Denkmalschutz stellte (per Bescheid). Selbst Fachleute meinten damals, dass eine Restaurierung nicht mehr ginge, erzählt der Künstler Sammy Konkolits, doch “Geht nicht, gibt’s für mich nicht”. Er mietete 2005 die “Teufelsrutsch” und ließ den Toboggan 2008/2009 umfassend sanieren (mit Fördermittel des Bundesdenkmalamtes und des Wiener Altstadterhaltungsfonds).

Der groteske Gerichtsstreit um einen 40 cm-Dachvorsprung

Alles begann mit der Generalsanierung 2008 Während der Sanierung sprach sich der Grundeigentümer, die Praterservice (heute Prater Wien GmbH) gegen den Dachüberstand aus, obwohl dieser seit jeher Teil der historischen Turmanlage war und es kam zu einem Baustopp, berichtet der Rechtsanwalt Roland Zauner. Und auch das Bundesdenkmalamt machte die Wiederherstellung des Originals damals zur Bedingung. Doch nach diesem Einspruch während der Bauarbeiten erfolgte ein Baustopp und Sammy Konkolits sah sich gezwungen das Dach der Holzrutsche schließlich zu verkürzen. Seitdem regnete es bei Wind immer wieder auf die Holzrutsche, sodass die Rutsche mit der Zeit immer mehr geschädigt wurde. Der Dachüberstand fehlte immer schmerzlicher. Diesen Missstand ließ Konkolits schließlich – mit Untermauerung der Notwendigkeit durch ein Gutachten des Denkmalamtes2020 endlich beheben, indem er – wieder mit Förderungen des Bundesdenkmalamtes – das Dach der Holzrutsche seitlich verlängerte – so wie auch ursprünglich vom Denkmalamt vorgeschrieben. Doch jetzt schaltet sich die Baubehörde ein und fordert den Abriss dieses Dachvorsprungs. Jetzt muss das Verwaltungsgericht entscheiden, ob der neue, alte Dachteil am Toboggan wieder entfernt werden muss oder bestehen bleiben darf.

SERVUS-TV-FERNSEHBERICHT (4 MIN): https://www.servustv.com/videos/aa-27tavwqd12111 (26.5.2021, “Streit um Teufelsrutsche im Wiener Prater”)
ORF-FERNSEHBEITRAG (2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14093385/Tobbogan-Krach-ums-Dach/14924861 (25.5.2021, “Tobbogan: Krach ums Dach“, ORF 2 ‘Wien Heute’, 19:00 Uhr)

Linktipps:

– Der Toboggan auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Toboggan_(Wurstelprater)
– Der Toboggan auf dem Blog “Baudenkmäler in Österreich”: https://baudenkmaeler.wordpress.com/2014/01/04/toboggan-prater-wien-ii
– Eine Rutschfahrt auf dem Toboggan (Youtube; 2 MIN): https://www.youtube.com/watch?v=1WXgegK07XY (6.7.2020, “Wiener Prater Toboggan 360° VR POV Onride”, Rene
– Über die Toboggan-Sanierung 2008/2009 (Österreichischer Ingenieurholzvbauverband; IHBV): https://www.ihbv.at/referenz/toboggan
– Der Toboggan auf Facebook: https://www.facebook.com/prater.toboggan
Toboggan-Fotos (August 2016) von Erich J. Schimek (für die Initiative Denkmalschutz): https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157672286480242
Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshof 18.12.2006 (Baugebrechen Toboggan): https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vwgh/JWT_2006050056_20061218X00/JWT_2006050056_20061218X00.pdf bzw. https://www.ris.bka.gv.at/JudikaturEntscheidung.wxe?Abfrage=Vwgh&Dokumentnummer=JWR_2006050056_20061218X05
– Der Toboggan allgemein (Geschichte) Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Toboggan_(Fahrgesch%C3%A4ft)
Zum Vergleich: Der (kleinere) Münchner Toboggan (temporär am Oktoberfest)https://www.oktoberfest.de/attraktionen/fahrgeschaefte/der-toboggan

Literatur:
– 100 Jahre Toboggan. Glanz und Elend und Glanz eines Prater-Wahrzeichens. Ein Interview mit und Fotos von Sammy Konkolits, o.O., o.J. [Wien, 2013]
– Wolfgang Burghart, Der Toboggan – Rettung eines Prater-Originals, im Buch: “Österreichs gefährdetes Kulturerbe” (Gerhard Hertenberger und Wolfgang Burghart; Hrsg. Initiative Denkmalschutz), Wien 2018, Seite 62 f.

Aktuelle Medienberichte:

26. Mai 2021, Heute
Gerichtsstreit: Prater-Wahrzeichen droht der Abriss. Toboggan-Betreiber Sammy Konkolits steigt die Baupolizei aufs Rutschendach, weil es zu breit ist. Obwohl der Umbau im Auftrag des Denkmalamtes lief: https://www.heute.at/s/prater-wahrzeichen-droht-wegen-40-cm-der-abriss-100144163

26. Mai 2021, MeinBezirk
Wiener Prater: Streit um denkmalgeschützen Rutschturm Toboggan. Baupolizei und Denkmalamt sind sich uneinig: Wurde das Dach des Toboggan zu Recht um 40 Zentimeter verbreitert, oder nicht? Über die Zukunft des traditionsreichen Rutschturms im Prater entscheidet jetzt das Verwaltungsgericht: https://www.meinbezirk.at/leopoldstadt/c-lokales/streit-um-denkmalgeschuetzen-rutschturm-toboggan_a4670864

25. Mai 2021, ORF
Gerichtsstreit über Dach auf Praterrutsche. Eine Uneinigkeit zwischen Baupolizei und Denkmalamt um einen 40-Zentimeter-Dachvorsprung eines 25 Meter hohen Wahrzeichens im Prater als Causa vor Gericht: Das Verwaltungsgericht muss entscheiden, ob der neue, alte Dachteil am Toboggan entfernt werden muss oder bleiben kann: https://wien.orf.at/stories/3105383

25. Mai 2021, Krone
Behörden-Krach: Dachgroteske gefährdet Attraktion im Wiener Prater. Denkmalschutzgesetz oder Baurecht, was ist wichtiger? Im Wurstelprater in Wien ist das keine philosophische Frage, sondern kann im Extremfall zum Abriss des beliebten Toboggans führen. Die „Teufelsrutsche“ hat ein neues Dach. Daran scheiden sich die Geister. Es geht um 40 Zentimeter. Und einem Zwist unter Nachbarn: https://www.krone.at/2421521

Toboggan 2008, Wiener Prater

Der verfallene ‘Toboggan’ im Mai 2008 kurz vor seiner Sanierung, (c) Axendo, CC BY-SA 3.0 at, Wikipedia

Ältere Medienberichte:

28. September 2018, MeinBezirk
Behörden schieben sich seit Monaten gegenseitig Verantwortung zu. Alarm: Denkmalschützer [= INITIATIVE DENKMALSCHUTZ] warnen vor Brandgefahr in Prater: https://www.meinbezirk.at/wien/c-lokales/alarm-denkmalschuetzer-warnen-vor-brandgefahr-in-prater_a2940339

2. September 2017, MeinBezirk
Der neue Staatsmeister im Sackrutschen ist gefunden. Hochbetrieb am Toboggan im Wiener Prater. Sammy Konkolits, Betreiber der Holzrutschbahn, sucht den Staatsmeister im Sackrutschen: https://www.meinbezirk.at/leopoldstadt/c-lokales/der-neue-staatsmeister-im-sackrutschen-ist-gefunden_pic10948493_a2236335

10. August 2017, Die Presse
„Möglichst nirgends anstoßen“: Rutschen ist für jeden erlernbar. Sammy Konkolits veranstaltet zum achten Mal die Staatsmeisterschaften im Sackrutschen. Der Ex-Fußballer hat damit seine Lebensaufgabe gefunden: https://www.diepresse.com/5267085/bdquomoglichst-nirgends-anstossenldquo-rutschen-ist-fur-jeden-erlernbar

13. März 2017, MeinBezirk
Der Wiener Toboggan: Ein Denkmal aus Holz im Prater. Der 25 Meter hohe Holzrutschturm am Wiener Prater kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. An seiner Beliebtheit jedoch hat er bis heute nichts eingebüßt: https://www.meinbezirk.at/leopoldstadt/c-lokales/der-wiener-toboggan-ein-denkmal-aus-holz-im-prater_a2042884

9. Mai 2016, Der Standard
250 Jahre Prater: Der “Rutschduam” des Teufels, die älteste Attraktion im Prater. Um den Toboggan oder “Teufels Rutsch” ranken sich viele Mythen: https://www.derstandard.at/story/2000035119462/der-rutschduam-des-teufels-die-aelteste-attraktion-im-prater

31. August 2013, ORF 2
ORF 2 Fernsehsendung “Bürgeranwalt” zu Toboggan (17:30 Uhr): https://volksanwaltschaft.gv.at/artikel/geruchsbelaestigung-durch-pferdemistcontainer-im-prater

30. August 2013, ORF
Prater-Originale streiten über Pferdemist. Zwei Prater-Originale, die Teufelsrutsche und das Ponykarussell, streiten seit Jahren vor Gericht. Zankapfel ist ein Container, in dem die Pferdeexkremente des Karussells gelagert werden. Die Zukunft des Toboggans, der Teufelsrutsche, steht auf dem Spiel: https://wien.orf.at/v2/news/stories/2600988

20. April 2013, MeinBezirk
Toboggan – 100 Jahre im Wiener Wurstelprater. Der Toboggan die beliebte Rutsche im Wiener Wurstelprater wird 100. Eine Sonderbriefmarke präsentiert Betreiber Sammy Konkolits: https://www.meinbezirk.at/leopoldstadt/c-lokales/toboggan-100-jahre-im-wiener-wurstelprater_a543121

9. April 2013, MeinBezirk
Alsergrunder Künstler erweckt Toboggan zum Leben. Der Künstler Sammy Konkolits ehrt jetzt seine Teufelsrutsche anlässlich der 100-Jahr-Feier mit einer Sonder-Briefmarke: https://www.meinbezirk.at/alsergrund/c-lokales/alsergrunder-kuenstler-erweckt-toboggan-zum-leben_a527003

17. Dezember 2008, ORF
Toboggan: Gleichenfeier im Prater. Die Sanierung der weltweit ältesten Holzrutsche, des Toboggan im Wiener Prater, ist fast beendet. Jetzt wurde die Gleichenfeier begangen. Die Ausbesserungsarbeiten waren schon dringend notwendig: https://wiev1.orf.at/stories/329512

17. Dezember 2008, Der Standard
Auferstehung der Teufelsrutsche. Im Frühjahr sollen Besucher wieder über die legendäre und garantiert schwindlig machende Abwärtsspirale rutschen können: https://www.derstandard.at/story/1227289102888/auferstehung-der-teufelsrutsche

17. Dezember 2008, Die Presse
Wiener Prater: Wiederbelebung des historischen “Toboggan”. Die rund 350.000 Euro teure Sanierung der weltältesten Holzrutsche ist beinahe abgeschlossen, am 15. März wird die Rutsche eröffnet. Rund 22 Kubikmeter Lärchen- und Fichtenholz wurden verarbeitet: https://www.diepresse.com/438383/wiener-prater-wiederbelebung-des-historischen-toboggan

17. Dezember 2008, Der Standard / APA
Weltälteste Holzrutsche wieder wie neu. Toboggan-Sanierung beinahe abgeschlossen – Der Bau ist denkmalgeschützt – Seit dem Jahr 2000 ist er aus Sicherheitsgründen geschlossen: https://www.derstandard.at/story/1227289031571/weltaelteste-holzrutsche-wieder-wie-neu

25. September 2008, ORF
Weltälteste Holzrutsche bald wieder in Betrieb. Derzeit ist der “Toboggan” im Prater eingerüstet, doch schon bald soll er wieder zu Rutschpartien laden: Der denkmalgeschützte, angeblich älteste Holzrutschturm der Welt wird generalsaniert und soll 2009 wieder in Betrieb gehen: https://wiev1.orf.at/stories/310236

25. September 2008, Der Standard
Weltältester Rutschturm im Wiener Prater wird saniert. “Toboggan” – Historische, denkmalgeschützte Holzrutsche soll ab März 2009 wieder in Betrieb sein: https://www.derstandard.at/story/1220459106375/weltaeltester-rutschturm-im-wiener-prater-wird-saniert

25. September 2008, Krone
Toboggan-Facelift: Hölzerner Prater-Rutschturm wird generalsaniert. Noch ist der “Toboggan” eingerüstet, doch schon bald soll er wieder zu Rutschpartien laden: Der denkmalgeschützte Rutschturm im Wiener Prater, der im Jahr 2000 aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste, wird generalsaniert. Die Kosten belaufen sich auf 350.000 Euro, Stadt und Bundesdenkmalamt schießen 150.000 Euro zu: https://www.krone.at/115754

31. Juli 2007, ORF
Neues Leben für “Toboggan” im Prater. Der “Toboggan”, eine fast 100 Jahre alte Rutschbahn im Wiener Prater, soll bis zur Euro 2008 revitalisiert werden. 450.000 Euro soll das kosten, Subventionen wurden angeblich schon zugesagt: https://wiev1.orf.at/stories/211332

25. Jänner 2007, Der Standard
Bundesdenkmalamt sucht Sponsoren. Handlungsbedarf an vereinzelten Denkmälern – Suche nach Sponsoren etwa für den Rutschturm “Toboggan” im Wiener Prater: https://www.derstandard.at/story/2742530/bundesdenkmalamt-sucht-sponsoren

14. Dezember 2006, Die Zeit
Die Rutsche des Teufels. Der Wiener Wurstelprater soll ein historisches Disneyland werden. Derweil verrottet der legendäre Toboggan: https://www.zeit.de/2006/51/Oe-Prater/komplettansicht

Mölbling (Ktn.): Funder-Villa Verkauf: zuerst Inventar, dann Gebäude

Die gut 100 Jahre alte Villa der Industriellenfamilie Funder in der Gemeinde Mölbling steht zum Verkauf, zuvor soll das Inventar versteigert werden. Manche betrachten die Villa nahe Althofen (Adresse: Mölbling 2) als eines der schönsten Herrschaftshäuser des Landes. Die Originaleinrichtung wird jetzt am Samstag, den 3. Juli im Auftrag des Eigentümers versteigert, der Kunsthistoriker Constantin Staus-Rausch organisiert die Auktion. Gemäß aktueller Denkmalliste des Bundesdenkmalamtes (Stand: 2020) steht die Villa nicht unter Denkmalschutz. Ein Kuriosum befindet sich im 1,5 Hektar großen Garten: ein oberirdischer Atombunker aus den 1980er-Jahren, der bis zu sechs Personen aufnehmen kann.

ORF-FERNSEHBEITRAG ZUM NACHSEHEN (3 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Kaernten-heute/70022/Kaernten-heute/14096692/Versteigerung-des-Inventars-der-Funder-Villa/14945932 (23.6.2021, ORF ‘Kärnten Heute’, “Versteigerung des Inventars der Funder-Villa”)

Offizielle Website der Auktion: https://auktion-alte-fundervilla.jimdosite.com

Auktion auf Facebook (‘Inventarauktion Alte Funder Villa, Mölbling’): https://www.facebook.com/events/842895102967036 bzw. https://www.facebook.com/Auktion-Alte-Fundervilla-M%C3%B6lbling-100611725508110

Medienberichte:

28. Juni 2021, ORF
Versteigerung von Villen-Inventar. Ein Stück Industriegeschichte steht in Mölbling (Bezirk St. Veit) zum Verkauf. Die Villa der Unternehmerfamilie Funder soll den Besitzer wechseln. Es ist eines der schönsten Herrschaftshäuser des Landes. Das Inventar soll am 3. Juli versteigert werden: https://kaernten.orf.at/stories/3109040

28. Juni 2021, Kleine Zeitung
Komplett ausgestattet: Atombunker in Kärnten zum Verkauf angeboten. Im Park der alten Funder-Villa in Mölbling steht ein 15 Meter langer Atombunker aus den 1980er-Jahren. Sechs Personen könnten darin im Ernstfall überleben. Jetzt wird ein Käufer gesucht (Bezahlschranke): https://www.kleinezeitung.at/kaernten/5999482/Komplett-ausgestattet_Atombunker-in-Kaernten-zum-Verkauf-angeboten

26. Juni 2021, Kleine Zeitung
Villa in KärntenVom Zimmerklosett bis zur Skelettuhr: Diese Versteigerung ist einzigartig. 300 geschichtsträchtige Exponate aus der alten Funder-Villa in Mölbling, einem der schönsten Herrenhäuser Kärntens, kommen jetzt unter den Hammer. Man darf durchaus auf Schnäppchen hoffen (Bezahlschranke): https://www.kleinezeitung.at/kaernten/5998921/Villa-in-Kaernten_Vom-Zimmerklosett-bis-zur-Skelettuhr_Diese

18. April 2021, Kleine Zeitung
Inventar wird versteigert: Eines der schönsten Herrenhäuser Kärntens steht zum Verkauf. Die alte Funder-Villa in Mölbling, eines der schönsten Herrenhäuser Kärntens, wird verkauft. Das gesamte Inventar wird demnächst versteigert – da ist für jeden etwas dabei (Bezahlschranke): https://www.kleinezeitung.at/kaernten/5967479/Inventar-wird-versteigert_Eines-der-schoensten-Herrenhaeuser

23. März 2013, Kleine Zeitung (Pressreader)
Einbrecher zogen in Villa Spur der Verwüstung. Über 50.000 Euro Schaden. Zwei Täter gefasst: https://www.pressreader.com/austria/kleine-zeitung-kaernten/20130322/282260957911125

Schottenring 1-5 (Wien): Ringstraßenhäuser vor Entkernung oder gar Abriss?

Das Hotel ‘De France’, prominent am Schottentor gelegen, bildet mit den benachbarten Gründerzeithäusern ein baulich geschlossenes Ringstraßenensemble. Nun “könnte” dieses Hotel am Schottenring 3 – laut Kronenzeitung –  bald “aus dem Stadtbild verschwinden”. Ob damit nur ein massiver Umbau (Entkernung?) im Inneren gemeint ist, wie beim benachbarten ehemaligen Ringstraßen-Gründerzeitbaues ehemaliges “Haus Ölzelt” am Beginn der Währinger Straße (Schottenring 1, Ecke Schottengasse 10) bereits geplant, was wohl wahrscheinlicher ist, oder gar ein Komplettabriss vorgesehen ist, geht aus dem Medienbericht nicht klar hervor. Auf jeden Fall stehen die beiden Gründerzeit-Ringstraßenbauten Schottenring 3 (Hotel De France) und Schottenring 5 (Hotel und Kino De France) wohl ebenso vor dem Verkauf. Keines der drei Gebäude steht unter Denkmalschutz (gemäß Denkmalschutzgesetz), jedoch in einer Schutzzone der Stadt Wien. D. h. nur die Außenfassaden stehen formal unter Schutz (§ 7 Bauordnung für Wien), doch mit entsprechenden, negativen Gutachten wäre auch ein gänzlicher Abriss – wie leider allzu oft in Wien schon geschehen – grundsätzlich möglich (§ 60 Abs. 1 lit. d Bauordnung für Wien). Die beiden Gründerzeit-Ringstraßenbauten Schottenring 3-5 mit ortsteingequaderten Seitenrisaliten und additiven Giebelfenstern wurden 1872 von Franz Fröhlich erbaut. Besonderes Augenmerk sollte man jetzt jedoch auf das palaisartige, 1870 von Anton Ölzelt erbaute Eckhaus Schottenring 1 (Ecke Schottengasse 10) legen, denn im Inneren des Gebäudes hat sich Einiges erhalten, welches im Dehio-Handbuch (Hrsg. Bundesdenkmalamt) ausführlich beschrieben wurde (siehe unten). Vom Gesetz her wäre es jetzt kein Problem, im Inneren alles zu zerstören. KRONENZEITUNG LESEN: https://www.krone.at/2495417 (30.8.2021, Krone, “Historische Gebäude: Traditionshotel im Visier von Immo-Spekulanten”).

Währinger Straße, Schottengasse 10

Das palaisartige, ehemalige “Haus Ölzelt” (rechts im Bild) beim Schottentor (Schottengasse 10). Am Beginn der Währinger Straße gelegen, im Vordergrund: Der Sigmund Freud-Park (vor der Votivkirche), Foto: Juli 2014, (c) Herzi Pinki, CC BY-SA 4.0, Wikipedia

Beschreibung der einzelnen Bauten gemäß Dehio-Handbuch (Kunstdenkmäler, Hrsg. Bundesdenkmalamt):

Schottenring 1 (Schottenring 10, Maria Theresien-Straße 2): Erbaut 1870 von Anton Ölzelt [dem Älteren, Ritter von Newin]. Bemerkenswertes strenghistoristischer, 3seitig freistehender Bau mit ortsteingequaderten Eckrisaliten sowie neoklassizistischen Dachaufbauten, 1911 (Eckpavillons, Karyatiden entfernt). 1921-22 von Alexander Neumann als Bankgebäude für Wiener Lombard- und Escompte Bank adaptiert. (…). Pilastergegliederter Vorraum mit Bauinschrift in Ädikule. Foyer: 3schiffige Arkadenpfeilerhalle mit vorgestellten korinthischen Säulen bzw. Pilastern sowie schlichten Stuckdecken. Stiegenhaus (ionische Säulenstellung, Gusseisengeländer). In Beleetage mehrere Stuckdecken (reiche Groteskenmalerei, Wappenkartuschen) mit großteils nicht erhaltenen Gemälden von Hans Makart, 1870-72): Bemerkenswerte Stuckkassettendecke des Ecksalons mit Allegorien der Architektur, Bildhauerei, Malerei und Tätigkeit in Ädikulen sowie Inschrift (Industrie, Kunst).
Schottenring 3: “leicht vortretende, schmale Fassade (breitere Fenster, korinthische Riesenpilaster in der Rücklage, durch Karyatidhermen 2geteilte Fenster in Mezzanin und Attika, seichter Beletagebalkon)
Schottenring 5 (Ecke Heßgasse 7): Eckhaus mit ionischem Pilasterportal und Beletagebalkon über gebänderten Pilastern sowie Eckrisaliten mit Ädikulen, Balkonen und Eckpavillons (Pyramidenstümpfe mit Ädikulagaupen). Gedenktafel für Anton Bruckner mit Porträtrelief  (Bronze) von Robert Ullmann, 1924.

Schottenring 3-5, 1010 Wien

Hotel De France mit Kino ‘De France’, Schottenring 3-5, Ecke Heßgasse 7 (beim Schottentor), Foto: 30. August 2021, (c) Markus Landerer / Initiative Denkmalschutz

Literatur:

Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Band: Wien, 1. Bezirk – Innere Stadt, Topographisches Denkmälerinventar, Herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Horn/Wien 2003, Seite 832 f. (siehe: https://bda.gv.at/publikationen/details/dehio-wien-1-bezirk-innere-stadt-die-kunstdenkmaeler-oesterreichs)

Verlorenes Erbe (Wien): Hohe Warte-Villa Kellner, 1978 abgerissen

In der sehenswerten TV-Serie „Verlorenes Erbe“ (von Rupert Reiter-Kluger) im ORF 2-Vorabendprogramm (“Studio 2”) wurde am 23. Februar 2022 die Villa Kellner auf der Hohen Warte in Wien-Döbling vorgestellt. ORF-FERNSEHBEITRAG (6 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14125425/Die-Karajan-Villa/15110968

Auf der Adresse Hohe Warte 29 wohnten viele berühmte Persönlichkeiten. Hier verbrachte z. B. die Frauenrechtlerin und Schriftstellerin Rosa Mayreder ihre Kindheit. Nach dem Verkauf 1895 an Marie von Kellner, der Gattin des Chemikers Karl Kellner, wurde die Villa, die auch eine Sternwarte mit Kuppel auf dem Dach bekam, 1896 vom bekannten Architekten und Otto Wagner-Schüler Max Fabiani, dem Entwerfer der später errichteten Urania (ebenso mit Sternwarte), um- und ausgebaut. Eleonore Lichtenecker, Urenkelin der ersten Besitzerin, möchte im Sommer 2022 ein Buch über diese Villa veröffentlichen. Sie erzählt im ORF-Interview, dass viele Architektur- und Dekorationsdetails aus dem Freimaurerischen, Indischen und Assyrischen stammten. Ab 1915 waren Hans und Gisela Weigel, den Eltern der bekannten Kinderbuch-Illustratorin Susi Weigel (bekannt vor allem für die Bebilderung des Kinderbuchs von Mira Lobe, Das kleine Ich-bin-ich), Eigentümer der Villa. 1923 ging die Villa in den Besitz des Industriellen Georg Mauthner über. Dann kam das Haus an den Salzburger Maler Georg Jung. Er vermietete Teile des Hauses an viele prominente Persönlichkeiten aus Theater, Oper und Literatur, wie z. B. den Sohn Richard Wagners, dem Schauspieler Heinz Rühmann, viele Opernsängerinnen und -sänger, den Sohn von Leo Slezak. Stadtforscherin Christine Dietrich berichtet vom Einzug Herbert von Karajans mit seiner Frau Eliette 1957, auch der Zukunftsforscher Robert Jungk wohnte Ende der 1950er-Jahre dort. Der nächste Mieter war der Schauspieler und Entertainer Peter Alexander, auch die Schauspielerin Ida Krottendorf wohnte hier. Am Schluss, in den späten 1970er-Jahren – vor dem Abriss der Villa – wohnte noch der Spionage-Krimi-Autor John le Carré dort. Danach fand sich für die große Villa mit seinen drei Geschoßen keine Mieter mehr. Die Eigentümer mussten dann schweren Herzens die Villa verkaufen, wollten noch einen Käufer finden, der das Gebäude erhält. Dann kam die Cottage Baugesellschaft, die zunächst behauptete die Villa erhalten zu wollen, doch 1978 kam es zum Komplettabriss. Anstelle der Villa kam ein grauer Neubaublock mit vielen Wohnungen. Und auch die alte Postadresse Hohe Warte 29 existiert nicht mehr, der Wohnsiedlung bekam die neue Adresse Reimersgasse 16.

ORF-FERNSEHBERICHT ZUM NACHSEHEN (6 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2/14125425/Die-Karajan-Villa/15110968 (ORF Studio 2, 23.2.2022, ‘Die Karajan Villa’)

Literatur / Linktipps:

– Fotobeschreibung “Villa Hohe Warte Nr. 29 (Foto-Atelier J. Weiner, Wien, um 1905)”: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Villa_Hohe_Warte_Nr._29_(Atelier_J._Weiner,_Wien,_um_1905).jpg

– Off topic: Wien, Hohe Warte 29. Johann und Gisela Weigels Wiener Villa, Hohe Warte 29: https://starsingars.wordpress.com/2021/09/01/off-topic-wien-hohe-warte-29

Saalfelden (Sbg.): Drei Altstadthäuser vor Abriss

Der Bürgermeister von Saalfelden hat der Raika Saalfelden die Abbruchbewilligung für den 350 Jahre alten Liendlwirt in der Lofererstraße 3 erteilt. Die Grünen rund um Ferdinand Salzmann sind empört, denn der Bürgermeister hat nur fünf Tage nach Antragstellung des Abrissantrags am 7. Februar, die Abbruchbewilligung erteilt. Bereits im November hatten die Grünen noch ein Erhaltungsgebot und die Ausweisung eines Ortsbildschutzgebiets gestellt. Dass der Bürgermeister die Abbruchbewilligung erteilt hat, bevor die Anträge im Bauausschuss behandelt worden sind, empört die Grünen. Ebenso abgerissen werden sollen das gelbe Walischkramerhaus in der Lofererstraße 1 und das alte Hutmacherhaus in der Almerstraße 9Krone-Artikel weiterlesen (24.2.2020): https://www.krone.at/2103795; +++ Ältere Medienberichte: “Saalfelden: Debatte um neues Stadtzentrum” (20.11.2019, ORF): https://salzburg.orf.at/stories/3022445; “Drei Häuser kommen weg: Große Umbaupläne mitten im Zentrum von Saalfelden” (20.11.2019, Krone): https://www.krone.at/2045737.

Linz (OÖ): Post-Turm beim Hauptbahnhof vor Abriss

Zwischen 1947 und 1955 errichtet wurden Bahnpostamt und Busabfahrt von Architekt Joseph Langhof, dessen Werk bisher kaum aufgearbeitet ist. Sie stellen eines der wenigen bedeutenden Ensembles der Linzer Nachkriegsmoderne dar, meint Georg Wilbertz in seinem 2018 erschienen Bericht “Prominent in Gefahr, im Stillen saniert” (siehe: https://www.bauforum.at/architektur-bauforum/prominent-gefahr-im-stillen-saniert-173208). Nun sollen die Bauten Ende 2020 abgerissen werden und bis 2028 elf (!) neuen Hochhäusern Platz machen. Linza-Bericht weiterlesen: https://www.linza.at/postturm +++ Petition: “Rettet das alte Postverteilerzentrum!”: https://www.change.org/p/klaus-luger-rettet-das-alte-postverteilerzentrum +++ Bereits 2017 hat die Aktionsgruppe “Bauten in Not” auf den drohenden Abriss in einer Pressekonferenz aufmerksam gemacht und sich für die Erhaltung eingesetzt, siehe: https://architektur-kaernten.at/news/2017-09-24_tag-des-schutzlosen-denkmals/bauten_in_not_pk_tdsd.pdf (Offizielle Website von “Bauten in Not”: http://www.bauten-in-not.at)  +++ Älterer Medienbericht: “Den Post-Gebäuden beim Linzer Hauptbahnhof droht der Abriss” (OÖN; 30.6.2016): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/Den-Post-Gebaeuden-beim-Linzer-Hauptbahnhof-droht-der-Abriss;art66,2276205. +++ Das “Denkmal” Bahnhofspostamt auf “Stadtgeschichte Linz”: https://stadtgeschichte.linz.at/denkmal/Default.asp?action=denkmaldetail&id=3092 sowie Wikipedia-Eintrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhofpostamt_(Linz).

Hitler Geburtshaus in Braunau (OÖ): Viel Kritik an geplantem Umbau

Das Innenministerium will das Geburtshaus Adolf Hitlers in Braunau bis 2023 umbauen und „neutralisieren“. Jeder Bezug zu Hitler soll verschwinden. Dies stößt jetzt von vielen Seiten auf Kritik, vor allem, dass möglichst nichts mehr auf den historischen Kontext des Hauses hindeuten soll. Kritik kommt von Florian Kotanko, dem Leiter der Braunauer Zeitgeschichtetage. „Die geplante Neugestaltung des Hitler-Geburtshauses orientiert sich an der Devise ‚Verdrängung statt Auseinandersetzung“, sagt der Vorsitzende des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), Willi Mernyi. „Offenbar will man die Welt vergessen lassen, dass der schlimmste Massenmörder der Geschichte in Braunau geboren wurde. Dieser Ansatz ist inhaltlich falsch und wird auch sicher nicht funktionieren. Man muss zu dem stehen, was war.“ „Anstelle des krampfhaften Versuchs, die historischen Tatsachen zu ‚neutralisieren‘, sollte gedenkpolitisch offensiv vorgegangen werden“, fordert Robert Eiter, Sprecher des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus. „Beispielsweise wäre ein Konzept wie das ‚Haus der Verantwortung‘ des Politikwissenschafters Andreas Maislinger geeignet. Es würde Braunau und ganz Österreich viel Ansehen bringen.“ Auf vehemente Ablehnung stößt besonders der Plan, den „Mahnstein gegen Krieg und Faschismus“ vom Gehsteig vor dem Hitler-Geburtshaus zu entfernen und ins „Haus der Geschichte“ nach Wien zu verlegen. Und die Direktorin des Hauses der Geschichte in Wien, Monika Sommer, fordert einen runden Tisch. ORF-BERICHT WEITERLESEN: https://ooe.orf.at/stories/3051479. ORF-FERNSEHBERICHT (2 MIN): https://tvthek.orf.at/profile/Oberoesterreich-heute/70016/Oberoesterreich-heute/14054151/Hitler-Geburtshaus-Kritik-an-Plaenen/14708463 +++ Museumsdirektorin warnt: „Geschichte darf man nicht unsichtbar machen“ (Kurier, 4.6.2020): https://kurier.at/chronik/oesterreich/museumsdirektorin-warnt-bei-umbau-von-hitlerhaus-in-braunau-geschichte-darf-man-nicht-unsichtbar/400930379 +++ “Nehammer will Braunauer Hitlerhaus ‘neutralisieren’, Gedenkverbände empört. Protest gegen Verlegung des Gedenksteins in das “Haus der Geschichte” nach Wien (Der Standard, 3.6.2020): https://www.derstandard.at/story/2000117864524/nehammer-will-braunauer-hitlerhaus-neutralisieren-gedenkverbaende-empoert ; “Proteste gegen Entfernung von Mahnstein vor Hitler-Haus. Die Pläne für Hitlers Geburtshaus in Braunau verdrängen die Geschichte, kritisieren Gedenkverbände. Der Gedenkstein dürfe nicht ins Museum verräumt werden.” (Der Standard, 3.6.2020): https://www.derstandard.at/story/2000117869485/proteste-gegen-entfernung-von-mahnstein-vor-hitlerhaus +++ “Hitler-Geburtshaus: Diskussion um Verlegung von Gedenkstein nach Wien” (Die Presse, 3.6.2020): https://www.diepresse.com/5821946/hitler-geburtshaus-diskussion-um-verlegung-von-gedenkstein-nach-wien +++ APA-OTS-Presseaussendungen/Reaktionen: Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) kritisiert Pläne zum Hitler-Geburtshaus. MKÖ-Mernyi: „Verdrängung statt Auseinandersetzung“: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200603_OTS0104; “Stögmüller (Grüne OÖ) zu Hitler-Geburtshaus: Erinnerungspolitik darf nicht entfernt werden”: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200603_OTS0170; “Schatz (SPÖ): ‘Mahnstein gegen Krieg und Faschismus’ muss in Braunau bleiben”: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200603_OTS0167 +++ Kommentare: “Hitlerhaus: Alles falsch” (Kurier, 4.6.): https://kurier.at/meinung/hitlerhaus-alles-falsch/400930373. +++ Offizielle Erklärung des Bundesdenkmalamtes zum Umbau: “Aktuelle Pläne zur Umgestaltung des Geburtshauses von Adolf Hitler”: https://bda.gv.at/aktuelles/artikel/2020/06/aktuelle-plaene-zur-umgestaltung-des-geburtshauses-von-adolf-hitler-1.

Bericht der Initiative Denkmalschutz (2.6.2020)

Das jahrelange Ringen um die Nutzung von Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn hat offenbar ein Ende. Das denkmalgeschützte Altstadthaus wird zu einer Polizeistation umgebaut, teilte Innenminister Karl Nehammer heute, 2. Juni in einer Pressekonferenz mit. Das Vorarlberger Architektenbüro Marte.Marte wird die Umgestaltung des Hitler-Geburtshauses in Braunau vornehmen. Dabei wird die Fassade stark verändert und zwei Dachgiebel aufgesetzt. “Der Denkmalschutz war begeistert”, meint der Juryvorsitzend Robert Wimmer, doch das Bundesdenkmalamt wurde im Zuge des Enteignungsgesetzes “ausgeschaltet”, denn eine denkmalbehördliche Bewilligung, wenn es sich um eine Veränderung im Sinne des § 4 Denkmalschutzgesetz handelt,  ist seitdem nicht mehr nötig. (Schreiben des Bundesdenkmalamtes an die Initiative Denkmalschutz,  31. Jänner 2018). Standard-Artikel weiterlesen: https://www.derstandard.at/story/2000117838620/hitlers-geburtshaus-wird-polizeistation +++ ORF-FERNSEHBERICHT (2 min): https://tvthek.orf.at/profile/Oberoesterreich-heute/70016/Oberoesterreich-heute/14053898/Hitler-Geburtshaus-wird-umgestaltet/14707365 +++  Weitere Medienberichte: APA (Tiroler Tageszeitung), darin enthalten VIDEO DER PRESSEKONFERENZ (34 MIN): https://www.tt.com/artikel/30735084/vorarlberger-architektenbuero-baut-hitler-geburtshaus-um; ORF: https://ooe.orf.at/stories/3051404; Offizielle APA-OTS-Presseaussendung des Bundesministerium für Inneres: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200602_OTS0173 +++ APA-OTS-Presseaussendungen der INITIATIVE DENKMALSCHUTZ: “Hitlers Geburtshaus in Braunau: Initiative Denkmalschutz fordert Erhaltung des Altstadthauses statt tiefgreifende Veränderung. Keine denkmalbehördliche Bewilligung für baulichen Eingriff mehr nötig. Denkmalamt mittels Enteignungsgesetz ausgeschaltet (April 2018): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180410_OTS0006; Hitler Geburtshaus: Hohe Politik täuscht Öffentlichkeit! Enteignung als Vorwand für Zerstörung? Initiative Denkmalschutz fordert Erhalt! Nun ist es ausgesprochen: “Vollständige Beseitigung” des denkmalgeschützten Adolf Hitler Geburtshauses soll durch geplantes “Enteignungsgesetz” ermöglicht werden!” (Sept. 2016): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160919_OTS0008; Hitler Geburtshaus: Aufhebung des Denkmalschutzes durch die Hintertür? Initiative Denkmalschutz kritisiert Enteignungsgesetz. Für ein würdiges Gedenken an die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus ist Abriss weder nötig noch richtig! (Juli 2016): https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160712_OTS0014 +++ Das Hitler Geburtshaus auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf-Hitler-Geburtshaus +++ FACEBOOK-TIPP “Idea for a House of Responsibility in Braunau am Inn”: https://www.facebook.com/houseofresponsibilitybraunau