Urbane Transformationen – ein Rundgang von den ehemaligen Hofstallungen in die Laimgrube
Freitag, 18. Juni 2021, 17:00 Uhr
Es führt Mag. Peter Bogner, Kunsthistoriker und ehem. Direktor des Künstlerhauses.
Treffpunkt: 16:45 Uhr, Platz der Menschenrechte, Mariahilfer Straße 2 / Museumsquartier MQ Eingang, 1070 Wien Spende erbeten: € 12 Anmeldung erforderlich an eMail: (bis Mittwoch, 16. Juni, 19 Uhr)
Achtung: Veranstaltung unterliegt der “3-G-Regel
Die Führung wird durch ein Audiosystem unterstützt.
https://www.initiative-denkmalschutz.at/images/2021/06/Wien_07_Museumsquartier_c-Gugerell_CC0_2013-08-16_Wikipedia.jpg450800IDM_adminhttps://www.initiative-denkmalschutz.at/images/2019/10/Logo-IDMS-.pngIDM_admin2021-06-01 01:26:032022-04-27 04:26:30Urbane Transformationen: ein Rundgang von den ehemaligen Hofstallungen in die Laimgrube - Führung Mag. Peter Bogner
Führung: Das Gründerzeithaus Gaudenzdorfer Gürtel 47
Freitag, 16. Juli 2021, 15:00 Uhr
Der Geschäftsführer Dr. Klaus Pfoser von der RES Immobilienverwaltung (www.res.at), die hier ihren Sitz hat, führt durch das Haus. Das im Jahr 1907 vom jüdischen Architekten Ignaz Reiser erbaute Gründerzeithaus hatte schon lange seinen Glanz verloren. Nach Kriegsschäden wurde die Fassade stark vereinfacht und das Haus wurde immer wieder umgebaut. Der Eigentümer wollte diesen Zustand nicht länger hinnehmen und ging auf aufwändige Spurensuche, um es wieder in den Ursprungszustand zurückversetzen zu können. So wurde es – mittlerweile eine echte Seltenheit in Wien – nach Originalplänen rekonstruiert, und das, obwohl keine Fördermittel aus dem Altstadterhaltungsfonds beantragt werden konnten, das sich das Gebäude in keiner Schutzzone befindet. Seit dem Frühjahr 2021 glänzt „Das Gaudenzdorfer“ – wie das Haus heute heißt – wieder im alten Glanz und hat auch eine spannende Geschichte zu erzählen: Der bekannte Schulreformer und sozialdemokratische Politiker Otto Glöckel wohnte ebenso dort wie der Musiker Georg Danzer, der dem Haus sogar ein eigenes Lied widmete: „Gaudenzdorfer Gürtel 47“ (https://www.youtube.com/watch?v=vGBgsxypAp8).
Dauer der Führung: ca. 1 1/2 bis 2 Stunden
Treffpunkt: 14:50 Uhr, vor dem Haus, Gaudenzdorfer Gürtel 47, 1120 Wien Spende erbeten: € 7 Anmeldung erforderlich an eMail (für kurzfristige Anmeldungen (24 Stunden vorher) nur unter: , bzw. Tel-Nr. 0699 / 1024 4216; Bestätigung nötig), ansonsten: (begrenzte Teilnehmerzahl!). Achtung: Veranstaltung unterliegt den aktuell gültigen Corona-Bestimmungen (derzeit “3-G-Regel”)
15. Mai 2021, WienSchauen Das Gaudenzdorfer Schmuckstück Meidling hat ein neues Wahrzeichen. Das prachtvolle Jahrhundertwendehaus am Gaudenzdorfer Gürtel 47 erstrahlt seit dem Frühjahr 2021 in neuem Glanz. Die aufwendige historische Fassade wurde gründlich saniert und originalgetreu wiederhergestellt: https://www.wienschauen.at/gaudenzdorfer-guertel-47-das-gaudenzdorfer-schmuckstueck
22. Februar 2021, atkultur das Haus Gaudenzdorfer Gürtel 47. Das Haus Gaudenzdorfer Gürtel 47 ist ein bemerkenswertes Beispiel höchstwertiger Restaurierung historischer Bausubstanz: https://www.atkultur.at/das-haus-gaudenzdorfer-guertel-47
Stellungnahme zum Planentwurf 7773E
Mariahilfer Straße 2 – Haus der Geschichte Österreich (hdgö) Projekt
Für das Gebiet zwischen Mariahilfer Straße (Bezirksgrenze zwischen 6. und 7. Bezirk) und Linienzug 1-5 (Grenzlinie und Baufluchtlinie) im 7. Bezirk, Katastralgemeinde Neubau
Öffentliche Auflage: 30. Jänner 2025 bis 13. März 2025
Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Durch diese Maßnahme – und durch die Festsetzung einer Schutzzone – wird am ehesten der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.
Die Stellungnahme im Detail:
Innerhalb der Kernzone des UNESCO-Weltkulturerbes „Historisches Zentrum von Wien“ gelegen, soll im südlichen, frühhistoristischen Trakt des Museumsquartier (Mariahilfer Straße 2) und im anschließenden ersten Hof des Museumsquartier, Klosterhof genannt, das neue Haus der Geschichte Östereich (HdGÖ) entstehen, das, wie es im Erläuterungsbericht heißt: „die Zeitgeschichte Österreichs ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts“ vermitteln soll (S. 7).
Wiewohl die baulichen Auswirkungen des geplanten Eingriffs relativ sensibel zu sein scheinen (es fehlen zur abschließenden Beurteilung der Stadtbild- und Welterbeverträglichkeit entsprechende Visualisierungen des Projekts, insbesondere von sensiblen städtebaulichen Punkten aus), muss scharf kritisiert werden, dass dem jetzt laufenden Umwidmungsverfahren ein „Wettbewerb zur Erlangung von Planungskonzepten für die Adaptierung und Erweiterung des Bestandsgebäudes zu Museumszwecken für das Haus der Geschichte Österreich im Museumsquartier“ vorgeschaltet und sogar „die Planung einer neuen Probebühne für den ‚Dschungel Wien‘ durchgeführt“ wurde (Zitat aus dem Kapitel „Maßgebliche Entwicklungen und Planungen“ im Erläuterungsbericht auf S. 7). Gemäß Informationen des Museumsquartiers erfolgte die Auslobung dieses „Architekturwettbewerbs“, wie es auf dessen Website heißt, im März 2024 und die Bekanntgabe des Siegerprojekts im September 2024 (Quelle: „Haus der Geschichte Österreich im MuseumsQuartier wird ein nachhaltiger Holzbau“; https://www.mqw.at/institutionen/haus-der-geschichte-oesterreich, abgerufen am 13.3.2025). Jetzt heißt es süffisant: „Für die Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses ist eine Adaptierung der Bebauungsbestimmungen erforderlich.“ (Erläuterungsbericht S. 7).
Warum jetzt im Rahmen der öffentlichen Auflage die Stadt Wien ernsthaft noch die Meinung der Wiener Bürger:innen und NGOs einholen will, wo doch längst alles lange vor dem Beschluss des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans politisch akkordiert und de facto beschlossen wurde, muss offen bleiben. Die Abgabe einer Stellungnahme in diesem Bereich wird damit wohl zu einem reinen Formalakt ohne Wirkungsmöglichkeit degradiert. Hier hätte der Gesetzgeber in der „Bauordnung für Wien“ bereits vor dem Umwidmungsverfahren die formale Möglichkeit zur Abgabe einer Stellungnahme einfügen müssen (im Sinne eines formalen “Anhörungsrechts” und nicht nur durch informelle Informationskanäle und -veranstaltungen). Unser Verein Initiative Denkmalschutz möchte hier ausdrücklich diese seit längerem eingerissene Unsitte der Stadt Wien aufzeigen, die Bürger:innen erst dann formal in die Stadtplanung/Stadtentwicklung einzubinden, wenn unter Umgehung jeglicher Partizipationsmöglichkeit alles längst politisch ausgehandelt wurde. In diesem Sinne gehört auch der „Masterplan für eine partizipative Stadtentwicklung (2017)“ überarbeitet, auf den im Managementplan „UNESCO-Welterbe Historisches Zentrum von Wien“ (2021) verwiesen wird.
In der Stellungnahme des Fachbeirats für Stadtplanung, Stadtgestaltung und Welterbe“ (19.12.2024) heißt es: „Die Mitglieder des Fachbeirates nehmen diesen Antragsentwurf zur Kenntnis. Die Grundlagen dieses Widmungsentwurfs sind durch ein qualitätssicherndes Verfahren
(Wettbewerb) sowie durch ein Gutachten HIA von Prof Abrihan bestätigt.“ Damit sich auch die breite Öffentlichkeit und fachspezifische NGOs selbst von der Stadtbild- und Welterbverträglichkeit überzeugen können, wäre die Veröffentlichung dieses „Heritage Impact Assessment“ (HIA) Gutachtens von Architekt Prof. Dr. Cristian Abrihan (Büro für Baukulturerbe) das Mindeste. Ohne dessen Veröffentlichung kann zwar der Fachbeirat in seiner Stellungnahme zum Schluss kommen, „dass der herausragende universelle Wert (Outstanding Universal Value OUV) der UNESCO Welterbestätte ‚historisches Zentrum Wien‘, der durch die Attribute (u.a. Dachlandschaften, Stadtveduten und Ansichten) definiert ist, nicht negativ beeinträchtigt“ werde. Es gibt aber keine Möglichkeit für die Öffentlichkeit, diese Aussage auf Richtigkeit und Nachvollziehbarkeit zu prüfen.